Gesundheitsnewsletter vom 1.12.2013

von | 1. Dezember 2013

Gesundheitsnewsletter 01.12.2013

Diese Woche wieder interessante Themen, der Schwerpunkt liegt auf den Kohlenhydratunverträglichkeiten der Weihnachtszeit.  Wer sie gut verträgt, ißt mehr davon und neigt dazu dick zu werden. Wer Interesse an einer Gewichtsreduktion in der Gruppe hat, findet in meiner Praxis Unterstützung.

Die Themen:

  • Künstliche genveränderte Eier ganz ohne Hühner in Whole foods Bioläden in Kalifornien

  • Natürlich hohe Vitamin-B12-Spiegel gelten als Marker für Erkrankungsrisiken

  • Unverträglichkeit von Sorbit und Fruktose, Laktose, Kohlehydraten und Malassimilationssyndrome, wenn Brot Beschwerden macht

  • PSA ist immer wieder in der Diskussion

  • Immer mehr Patienten sollen Entwässerungstabletten einnehmen, oftmals bei einer Bluthochdrucktherapie, worauf Sie achten sollten!

  • Wofür braucht die Frau Progesteron, was ist eine Östrogendominanz?

  • Limonade macht Gehirne hyperaktiv


 

Künstliche genveränderte Eier ganz ohne Hühner in Whole foods Bioläden in Kalifornien

Ein »künstliches Ei«, das von PayPal-Milliardär Peter Thiel und dem berühmt-berüchtigten Bill Gates unterstützt wird, kommt erstmals in US-Supermärkten in den Verkauf. Es wird aus Pflanzen hergestellt und kann anstelle von Eiern verwendet werden – im Kuchen oder in Mayonnaise und anderswoohne dass Hühner im Spiel sind. Das »Biotech-Nahrungsmutations-Team« hat bereits begonnen, sein »Pflanzen-Ei« zu vermarkten. Nach Lage der Dinge wird es zuerst ausgerechnet in den bekannten Whole-Foods-Biomärkten in Kalifornien verkauft werden. Viele gehen davon aus, dass es »schon bald weltweit in Supermärkten« erhältlich sein werde. Der ganze Text….


Natürlich hohe Vitamin-B12-Spiegel gelten als Marker für Erkrankungsrisiken

Insbesondere bei Menschen unter 50 Jahren zeigen sich Risiskoerhöhungen. Dabei wird nicht davon ausgegangen, dass der Patient diese Werte durch Ergänzung erzielt hat, sondern sie sollen durch normale Ernährung zustande gekommen sein. Werte zwischen 600 und 800 pmol/l im Serum sind hier auffällig. Dabei gilt das Vitamin keineswegs als der Auslöser, sondern eher als Surrogatparameter für andere Erkrankungen wie Infekte, Autoimmunerkrankungen, Leberkrankheiten und Alkoholismus. Eine Auswertung des Registersystem Dänemarks über die Jahre 1998 bis 2009 zeigte, dass nach Auschluss von bereits an Krebs erkrankten sowie unter B12-Therapie stehender Probanden, noch 6 % der Dänen einen erhöhten Vitamin B12-Spiegel hatten. Von dieser Gruppe gleich 100 Prozent gesetzt, entwickelten 7% im Laufe der folgenden Jahre, aber speziell im  ersten Ja
hr nach der Messung
Krebs. In der Geamtbevölkerung lag die Krebsrate bei 2,7 %. Statistisch stieg das Krebsrisiko in der Gruppe zwischen 600 und 800 pmol/l im Serum um das 3,5-fache, bei denen, die über 800 pmol/l B12 im Serum hatten, um das Sechsfache und bei der myeloischen Leukämie sogar um das Hundertfache. Hämatologische (blutbildende Organe) Erkrankungen traten in dieser Gruppe 24-fach und Lebererkrankungen 40-fach häufiger auf. Quelle

Die Ursache ist vermutlich nicht das Vitamin, wenngleich Tumore dieses Vitamin mögen. Diese Studie ist aber ein wichtiges Argument für die Untersuchung der Vitamin-B12-Spiegel in der Vorsorgeuntersuchung.


Unverträglichkeit von Sorbit und Fruktose, Laktose, Kohlehydraten und Malassimilationssyndrome, wenn Brot Beschwerden macht

Dieses Problem tritt immer häufiger auf. Ursache kann eine Fehlbesiedlung des Darms sein, die durch eine fruchtzuckerlastige Ernährung als Kolonisationsvorteil verursacht sein kann. Genauso kann eine genetische Ursache vorliegen. Hilfreich kann der zeitgleiche Konsum von Traubenzucker sein. Mit Oligase kann man Enzymschwächen ausgleichen. Bei Lactase, also der Schwäche Milchzucker zu spalten, gibt es ebenfalls Enzyme zu kaufen und das gilt auch für die histaminabbauende Diaminooxidase. Glukose, Laktose, Fruktose, Sorbit, Xylit und D-Galaktose sind Einfachzucker. Laktose, Fruktose, Sorbit, Xylit sind die häufigsten Kohlenhydratunverträglichkeiten. Bei den komplizierten Kohlenhydraten wird die Unverträglichkeit mitunter als Allrgie fehlgedeutet und man wundert sich, dass man keine Antikörper findet.
Hier muss man zunächst nach einer Schwäche der Bauchspeicheldrüsenfunktion schauen und sich danach die Darmwand vornehmen. Calprotectin- und alpha-1-Antitrypsin- oder Zonulin-Erhöhungen deuten auf deren Beteiligung hin. Wenn der Bürstensaum der Dünndarmschleimzellen beschädigt ist, können die Ursachen in einer Entwicklungsstörug liegen, wie intestinale Lymphangiektasien, Mastozytose, aber auch entzündliche Erkrankungen wie Infektionen, Zoeliakie, M. Crohn oder eosinophilen mikrolymphozytären Entzündungen, aber auch in Folge von Alkoholkonsum, Chemotherapie, Bestrahlung und anderen toxischen Belastungen des Darms liegen. Die Folge sind saure gasbildenden Stühle mit vor allem nach dem Essen auftretenden Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Wechsel von Verstopfung und Durchfall, aber auch Beschwerden außerhalb des Darms , wie Z. B. Kopfschmerzen bei Fruchtzuckerbelastung. Das Zeitfenster des Symptomauftritts kann zwischen 30 Minuten und 7 Stunden nach dem Essen liegen. Entzündungszeichen finden sich oftmals nicht. IgE- und IgG-vermittelte Nahrungsmittelallergien und -Unverträglichkeiten können natürlich zusätzlich vorliegen. Manche Menschen haben eine Darmflora, die kein Wasserstoffgas bildet. Somit haben die keine Blähungen, können aber trotzdem die Malassimilation haben und sind dann in den klassischen Zuckerbelastungstests unauffällig. So etwas kommt immerhin in 10-15 % der Fälle vor. In solchen Fällen hilft dann die Bestimmung von Blutzuckerveränderungen weiter. Bei den Malassimilationen, also Aufnahme aus dem Darm in  die Blutbahn, sind Glukosetransporter beteiligt. Wenn das nicht klappt, muss man schauen, welche nicht funktionieren und sich dann fragen warum das so ist. So sollten dann Mangelsituationen an Mineralien, und Aminosäuren und Vitaminen ausgeglichen und nach Belastungen mit Giften und Schwer- und Übergangsmetallen geschaut werden. Genauso müsste die Ernährungsweise verändert werden. Wenn diese Kohlenhydrate nicht wie vorgesehen im Dünndarm aufgenommen werden können, erreichen sie den Dickdarm und erzeugen dort Blähungen, gespannte Bäuche, Schmerzen, Durchfall und Fehlbesiedlung der Darmflora. Mehr zu dem Thema…

Wenn Brot Beschwerden macht…. Alpha-Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI) sind eine Gruppe von in Weizen und verwandten Getreidearten vorkommenden Proteinen, die als natürliche Abwehrstoffe gegen Krankheiten und Parasiten fungieren. Sie blockieren das stärkeabbauende Enzym Amylase und das proteinabbauende Trypsin. Durch Züchtung besonders resistenter Weizenarten ist der ATI-Gehalt im Weizen stark gestiegen. Über den Toll-like-Rezeptor 4 (TLR4) aktivieren die ATI das angeborene Immunsystem und initiieren eine Entzündung. Neuen Erkenntnissen zufolge sind sie auch starke Al­lergene, die eine Weizenallergie auslösen können.


PSA ist immer wieder in der Diskussion

PSA soll auf Entzündungen und Tumorveränderungen in der Prostata hinweisen. Selten stirbt man an diesem Krebs, insbesondere dann nicht, wenn er einen im hohen Alter ereilt. Er kann aber schon mit 40 Jahren auftreten und dann ist das schon ein Problem. Daher gehört die Untersuchung des PSAges/fPSA bei mir immer dann zur Vorsorgeuntersuchung, wenn die Lebenserwartung noch länger als 15 Jahre beträgt. Eine Messreihe über drei bis vier Messungen, also ein bis zwei Jahren, verleitet mich dann bei einer Tendenz zum kleiner werdenden Quotienten dazu, dass der Patient sich genauer untersuchen lasen soll. Regenerierende Maßnahmen empfehle ich bereits bei Auffälligkeiten. Führen die nicht zu einer Besserung, erhärtet sich die Indikation zur Probebiopsie. Die dann vom Urologen durchgef
ührten Stanzen sollten aber nicht nur nach dem Gleason Score, sondern auch nach der DNA-Zytometrie und am besten auch noch auf Schwer- und Übergangsmetalle untersucht werden. Aus der Ergebnisbewertung lässt sich dann die sinnvollste Therapie ableiten.

 


Immer mehr Patienten sollen Entwässerungstabletten einnehmen, oftmals bei einer Bluthochdrucktherapie, worauf Sie achten sollten !

 Neben Na+-, K+– und Cl-Ionen werden auch Mg2+– und Ca2+-Ionen vermehrt ausgeschieden. Was das alles für Folgen haben kann und worauf Sie achten sollten…

 


Wofür braucht die Frau Progesteron, was ist eine Östrogendominanz?

Folgen Sie diesem Link und finden Sie heraus, ob Sie betroffen sind. Ich helfe dann gerne weiter.


Limonade macht Gehirne hyperaktiv

Eine neue Studie aus Australien belegt, dass gezuckerte Getränke die Hyperaktivität im Gehirn fördern. Die Forscher entdeckten, dass der Limonadenkonsum Hunderte von Proteinen im Gehirn verändert – Proteine, die für eine gesunde Zellfunktion und die DNS-Kommunikation zuständig sind…Besonders beunruhigend ist bei den Ergebnissen der Studie, dass ungefähr die Hälfte der veränderten Proteine im Gehirn der Ratten eine wichtige Rolle bei der Zellfunktion des Gehirns spielt, beispielsweise bei der Lebensdauer der Zellen, der DNS-Kommunikation und DNS-Reparatur. Ähnlich werden 30 Prozent der veränderten Proteine mit der Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Schizophrenie in Verbindung gebracht. Der ganze Text… Also Maß halten.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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