Gesundheitsnewsletter vom 1.11.2012

von | 1. November 2012

 

Der Vortrag in diesem Monat

beschäftigt sich mit dem Thema derAutoimmunerkrankungen. Er findet am 07.11.12 von 18:30 bis maximal 20:15 im Seminarraum der Praxis am Biopunkt statt. Um telefonische Anmeldung unter 0421-395015 wird gebeten. Der Eintritt ist wie immer kostenlos.

Psoriasis, Rheuma, Neurodermitis?, Hashimoto, Vitiligo, Lupus erythematodes, M. Crohn, Colitis ulcerosa, Diabetes Typ 1 etc.

Die Schulmedizin arbeitet erfolgreich mit Immunsuppression oder gezielten Antikörpern, allerdings auch nicht ganz frei von Nebenwirkungen.

Ein zentraler Angriffspunkt dieser Therapien sind das Interleukin 17 und die TH17-Zellen.

Was ist naturheilkundlich möglich ?

Die Zusammenfassung finden sie hier.

 

Ich habe mal wieder die neusten Veröffentlichungen für Sie quergelesen und die für Sie hoffentlich interessanten Artikel zusammengetragen.

                                                                                                 

Der Betablocker wurde unter die Lupe genommen, weil er ja den guten Ruf genießt das Herz zu  schützen. So nehmen viele Menschen, die Risikofaktoren für eine Herzkranzgefäßverengung haben, aber auch solche die tatsächlich daran erkrankt sind und noch mehr Menschen, die einen Herzinfarkt hatten, ein solches Medikament. Es senkt die Herzfrequenz, vermindert somit die Herzarbeit und zum Teil aber auch dessen Leistung und senkt darüber den Blutdruck. Manchmal steigt der zweite Blutdruckwert, der diastolische an, weil die gefäßverengenden Alpha-Rezeptoren der Blutgefäße bei Blockade der dort gefäßerweiternd wirkenden Beta-Rezeptoren ein relatives Übergewicht bekommen. Eine langjährige Einnahme erhöht das Diabetesrisiko und verschlechtert den Fettstoffwechsel. Beides sind Ursachen für eine Herkranzgefäßerkrankung.  Einen nachgewiesenen Nutzen gibt es bei akutem Herzinfarkt und bei Herzschwäche. Doch lesen Sie selbst über die Ergebnisse: „Die internationale Forschergruppe nutzte die Daten aus dem umfangreichen REACH-Register. In dieses prospektive Register sind in den Jahren 2003 und 2004 knapp 45 000 Patienten mit koronarer, zerebraler oder peripherer Gefäßerkrankung aufgenommen worden. Drei Gruppen von Patienten im Visier. Darunter waren KHK-Patienten, die entweder einen weiter zurückliegenden Herzinfarkt (n = 14 043) oder noch keinen Herzinfarkt (n = 12012) hatten, sowie Patienten ohne manifeste KHK, die nur KHK-Risikofaktoren aufwiesen (n = 18 653). Die aktuelle Analyse stützt sich auf Daten von insgesamt knapp 22 000 Patienten aus diesen drei Gruppen. Da REACH keine randomisierte Studie ist, mussten die Untersucher zu anderen Mitteln greifen, um annähernd vergleichbare Gruppen zu bilden, von denen die eine Betablocker erhielt und die andere nicht. Dazu nutzten sie als statistische Methode das sogenannte Propensity Score Matching. Dabei werden jeweils merkmalsgleiche „Paare“ ermittelt. Die Dauer der Nachbeobachtung betrug im Median 44 Monate.   Keine Assoziation mit Senkung der Ereignisrate. In keiner der drei genannten Gruppen war die Betablocker-Therapie mit einer signifikanten Reduktion der Rate kardiovaskulärer Ereignisse (kardiovaskulär bedingter Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall) assoziiert. In der Subgruppe der KHK-Patienten mit Herzinfarkt in der Vergangenheit betrug diese Rate 16,9 Prozent bei Einnahmevon Betablockern und 18,6 Prozent ohne entsprechende Therapie.

Auch bei KHK-Patienten ohne Infarkt war kein signifikanter Unterschied zu beobachten (12,9 versus 13,5 Prozent).

In der Subgruppe der Patienten mit KHK-Risikofaktoren zeigte sich die Ereignisrate bei Einnahme von Betablockern sogar signifikant um 18 Prozent erhöht (14,2 versus 12,1 Prozent).

Weitere Forschung für nötig erachtet. Bei den am REACH-Register beteiligten Patienten war die Behandlung mit Betablockern demnach im Zeitraum von drei bis vier Jahren mit keiner Reduktion der Rate kardiovaskulärer Ereignisse assoziiert – auch nicht bei Patienten mit einem Herzinfarkt in der Vorgeschichte, so das Fazit der Autoren. Nach ihrer Ansicht sind deshalb in Zukunft weitere Forschungsaktivitäten nötig, um herauszufinden, welche Patienten von dieser Therapie profitieren und was die optimale Behandlungsdauer ist. Wissenschaftliche Belege für einen Nutzen von Betablockern gibt es hingegen bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt und solchen mit Herzinsuffizienz.

publiziert am: 3.10.2012 16:00 Autor: Peter Overbeck Quelle: springermedizin.de basierend auf: Sripal Bangalore et al.: ?-Blocker Use and Clinical Outcomes in Stable Outpatients With and Without Coronary Artery Disease, JAMA. 2012;308(13):1340-1349. doi:10.1001/jama.2012.12559”

 

 

Metaanalyse zeigt: Weniger Vitamin D – mehr Herzerkrankungen

 

„Vitamin D wird für die Herz-Kreislauf-Forschung immer interessanter. Niedrige Spiegel dieses Prohormons sind mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen assoziiert, ergab jetzt die bislang umfangreichste Studienanalyse. Ob eine Supplementierung kardioprotektiv wirkt, ist noch zu beweisen….“publiziert am: 28.9.2012 16:00 Autor: Peter Overbeck Quelle:springermedizin.de basierend auf: Brøndum-Jacobsen P, Benn M, Jensen GB, et al. 25-hydroxyvitamin D levels and risk of IHD, MI and early death. Population based study and meta-analyses of 18 and 17 studies. Aterioscler Thromb Vasc Biol 2012; DOI:10.1161/ATVBAHA.112.248039

Ich untersuche den 25-OH-D3-Spiegel in allen Vorsorgeuntersuchungen und empfehle die Ergänzung in den Optimalbereich.

 

Ein neuer Prognoseparameter für einen Herzschaden ist das Gremlin-1. Wer einen erhöhten Wert hat, ist mit neunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr aufgrund des Herzschadens lebensgefährdet. Dieses Wissen kann eine Last  oder auch ein Motiv sein, das Ruder herum zu reißen und bisherige Fehler zu korrigieren. Doch lesen Sie selbst: idw-online.de/pages/de/news493509 

 

 

Die Ziele bei der Einstellung der Zuckerwerte beim Diabetes haben sich nach Expertenmeinung mehr zu indvidualisieren. Die Richtlinien für die Entscheidungsfindung sehen Sie im folgenden Zitat. Nun können Sie sich selbst einordnen und sich vielleicht auch motivieren in eine bessere Gruppe zu kommen:

 

„…Folgende Patienten profitieren von einer strikten BZ-Kontrolle:

Einflussgrößen, von denen ein intensives oder weniger intensives Glukosemanagement abhängig gemacht wird.

In folgenden Situationen wird eine strikte, normnahe Stoffwechselführung empfohlen:

  • hoch motivierte und gut geschulte Patienten mit zu erwartender hoher Therapie-Compliance
  • Patienten mit niedrigen Risiken für Nebenwirkungen
  • Patienten mit überschaubaren Risiken im Falle einer Unterzuckerung
  • Patienten mit kurzer Diabetes-Dauer
  • Patienten ohne Begleiterkrankungen und ohne manifeste kardiovaskuläre Komplikationen
  • Patienten mit langer Lebenserwartung
  • Patienten mit gutem Versicherungsstatus und Zugang zu guter Patientenversorgung.

 

Für diese Patienten weniger strikte HbA1c-Werte besser:

In folgenden Situationen ist nach Maßgabe des Positionspapiers eine großzügigere Stoffwechselführung mit höheren HbA1c-Werten besser:

  • schlecht geschulte und schlecht motivierte Patienten mit nur geringen Fähigkeiten des Selbst-Managements.
  • Patienten mit hohem Risiko für Nebenwirkungen
  • Patienten, für die Hypoglykämien schwerwiegende Folgen haben, etwa gebrechliche Patienten oder KHK-Patienten
  • Patienten mit langjährigem Diabetes
  • Multimorbide Patienten und Patienten mit manifesten kardiovaskulären Erkrankungen
  • Patienten mit nur noch geringer Lebenserwartung
  • Patienten mit begrenztem Zugang zu guter medizinischer Versorgung….“

publiziert am: 4.10.2012 10:00 Autor: Dr. med. Dirk Einecke Quelle:springermedizin.de basierend auf: European Association for the Study of Diabetes, 48. Jahrestagung vom 1.-5.10.2012 in Berlin. Inzucchi SE et al. Management of hyperglycaemia in type 2 diabetes: a patient-centered approach. Position statement of the ADA and the EASD.Diabetes Care. 2012;35:1364-79 und Diabetologia. 2012; 55:1577-96.

Nun bewirken aber schon leichte Erhöhungen des Blutzuckerspiegels  eine Verkleinerung des Hippocampus, der ältesten Hirnstruktur, die auch wichtige Bedeutung für unser Erinnerungsvermögen hat. www.neurology.org/content/79/10/1019

 

 

 

Nicht erst ein manifester Diabetes, sondern schon mäßig erhöhte Blutzuckerwerte lassen den Hippocampus schrumpfen und beeinträchtigen das Gedächtnis. Mit regelmäßigem Sport kann man dies offenbar verhindern.“ Im Fachportal für Ärzte des Springerverlags wird das noch weiter erörtert, lässt sich aber so zusammenfassen.

Der reine HBA1C-Wert bleibt trotz dieser schon weiter oben erwähnte Blutzuckerspiegelschwankungen immer dann noch normal, wenn das Zeitfenster des Anstiegs unter sechs Stunden bleibt. Daher bestimme ich auch immer die Insulinrezeptorresistenz oder –sensibilität mit, um dieses frühzeitig zu erkennen. Der Kontrollwert ist das C-Peptid, es zeigt mir an, wie viel  Insulin in den letzten Stunden notwendig war, um diesen aktuellen zuckerwert zu erreichen. Besondere Vorsicht gilt bei Cortisontherapie, denn dadurch wird der sogenannte Steroid-Diabetes erzeugt.

Medikamente sollten nach Risiko ausgewählt werden

Bei manchen erhöht sich sogar die Sternerate (Mortalität)In einer Untersuchung mit 24000 Typ-2-Diabetikern wurden Metformin, Glipizid, Glibenclamid und Glimepirid eingenommen. Wer Metformin nahm, senkte sein Sterberisiko, , dass aber die Sulfonylharnstoffe Glimenclamid und Glipizid das Risiko um 50 % erhöhten. Für das heute gängige Glimepirid trifft das nicht zu. Frei zitiert aus Medical Tribune 47. Jahrgang, Nr. 37, 14.September 2012. Ich bin aber auch von diesem Präparat kein Freund, da es die Insulinfreisetzung den ganzen Tag über erhöht du damit zur Insulinmast beiträgt, ich bevorzuge Präparate, die die direkt zum Essen eingenommen werden, damit der Patient nicht wegen der Medikation ißt, sondern Medikamente nimmt, weil er als Diabetiker ißt.

 

 

Triclosan findet man nicht nur als Antibiotikum gegen multiresistente Keime in cortisonhaltigen Cremes, sondern auch in Seifen, Zahnpasten, Mundspülungen, Haushaltsdesinfektionsmitteln, Kleidern, Teppichen und Spielzeugen, sondern auch in Algen, Fischen, menschlichem Urin, Blut und Milch stillender Mütter . Man weiß jetzt, dass es die Muskeln schwächt, in dem es deren Kontraktionsfähigkeit durch Einfluss auf die molekularen Kalziumkanäle beeinflusst. Im Tierversuch an Mäusen sank die Herzleistung 20 Minuten nach Triclosangabe um 25 %, Fische schwammen langsamer. Frei zitiert aus Medical Tribune  47. Jahrgang, Nr. 37, 14. September 2012 undter Bezug auf: Gennady Cherednichenko et al., PNAS 2012; online first. Wer also auf diesen Stoff verzichten kann, sollte es tun, wer schon eine Muskelschwäche hat, wird ihn nicht mehr nutzen. ( Bei Herzschwäche lohnt bei beiderlei Geschlecht die Testosteronspiegeluntersuchung.)

Weitere Infos zu MRSA:

www.chirurgie-portal.de/news/20121004-vitamin-b3-geheimwaffe-bakterien.html

www.aerztezeitung.de/default.aspx

www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,oid,111/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/mcat_id,7933/~/Aktuell.html

 

 

Vorhofflimmern führt zu Schwankungen im Blutdruck, die die Gedächtnisleistung deutlich beeinträchtigen können. Wegen der zusätzlichen Gefahr eines Hirninfarktes durch ein verschlepptes Blutpfröpfchen, Thrombus, wird im Allgemeinen zu einer Blutgerinnungshemmung geraten. Das allgemeine Risiko für so einen Hirninfarkt liegt bei 4 von 100 Vorhofflimmerpatienten/Jahr. Manch ein Patient sieht sich da nicht gefährdet und diskutiert um die Notwendigkeit der Medikation, die für sich ja auch Risiken bietet. Nun haben sich die Fachleute dieser Fragestellung angenommen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass die Medikation dann nicht notwendig ist, wenn der  CHAD2S2-VASc-Score kleiner oder gleich 1 ist. Davon sind etwa 28% der bisherigen Patienten betroffen.  Hier können Sie selbst schauen, wohin Sie gehören:

 

www.rosenfluh.ch/rosenfluh/articles/download/1874/neue_richtlinien_vorhofflimmern.pdf

Je länger das Vorhofflimmern besteht, umso schwieriger ist es, dieses  wieder nachhaltig in den Rhythmus zu bringen. Ein neues Medikament, das ambulant in Kliniken angewendet wird, schafft es  ohne Elektroschock im Schnitt nach 15 Minuten mit einer Halbwertszeit von zwei bis drei Stunden das Herz wieder in den Rhythmus zu bringen. In Malmö errreichten 69 Prozent der behandelten Patienten, deren Flimmerattacke nicht älter als 24 Stunden sein durfte, innerhalb von 10 Minuten den normalen Sinusrhythmus. Vernakalant heißt der Wirkstoff. Lesesen Sie selbst: extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2012/MT_Deutschland/38_mtd/MTD_38_S22-23.pdf

Wer aber schon einen Hirninfarkt durch eine Hirnmangeldurchblutung hatte, sollte konsequent eine Sekundärprophylaxe mit einen gerinnungshemmenden Medikament einnehmen. Hier bietet sich auch die intravenöse Sauerstofftherapie als eine weitere sekundärprophylaktische Maßnahme an. Wer so eine Sekundärprophylaxe mit Phenprocourmon (Marcumar) beginnt oder wieder aufnimmt, nachdem er wegen operativer Eingriffe darauf verzichtet hat, sollte unbedingt mit der ersten Tablette niedermolekulares Heparin gewichtsadaptiert spritzen und damit erst wieder  aufhören, bis der Quick und INR-Wert 24 Stunden im Zielbereich liegt, denn sonst droht aufgrund der unterschiedlichen Halbwertszeiten der Gerinnungsfaktoren 9, 10, 7 und 2 (1972 als Eselsbrücke), Prot. C und S  ein Prothrombotisches Syndrom, was in Thrombose oder tödlicher Lungenembolie enden kann. Lassen Sie sich davon von niemandem ab bringen !!!!

 „…In ImpACT-24 mit bislang 400 Patienten wird nach einem Schlaganfall der Gaumen gekitzelt, genauer: Es wird über einen Neurostimulator das Ganglion sphenopalatinum an der Schädelbasis gereizt. Die Stimulation erweitert die Hirngefäße und soll auf diese Weise die Durchblutung der vom Schlaganfall betroffenen Hirnseite verbessern. Die Studie wird im kommenden Jahr abgeschlossen…“ publiziert am: 1.10.2012 12:30 Autor: Thomas Müller Quelle: springermedizin.de basierend auf: 85. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Fachpressekonferenz, Hamburg, 28.9.2012.

 So eine Gefäßerweiterung erreichen wir mit der intravenösen Sauerstofftherapie generell auch.

Im Rahmen der durch Sauerstoffnot entstandenen Hirninfarkte experimentierte man weiter:

Auch mit Licht experimentieren Ärzte: Per transkranielle Lasertherapie wird das betroffene Hirnareal von außen mit Wellenlängen im infrarotnahen Bereich bestrahlt. Dies soll den Hirnstoffwechsel verbessern und bedrohtes Gewebe retten. Derzeit wird die Methode in der Studie NEST-3†† mit über 600 Patienten placebokontrolliert geprüft. Behandelt wird dabei innerhalb von 24 Stunden nach einem Schlaganfall. Auch diese Studie soll Anfang des kommenden Jahrs abgeschlossen werden, derzeit findet eine Zwischenanalyse statt.“publiziert am: 1.10.2012 12:30 Autor: Thomas Müller Quelle: springermedizin.de basierend auf: 85. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Fachpressekonferenz, Hamburg, 28.9.2012.

Ich wende in der Praxis  die intravenöse Lasertherapie an. Damit erreiche ich nicht direkt das Gehirn (intrakraniell) aber Patienten mit MS berichte nach der Therapie jeweils über Verbesserungen ihrer Symptome für 2-3 Wochen. Vielleicht lässt sich das ja mit den Erkenntnissen obiger Studie erklären.

Ich setze in der Praxis einen Fettsäureanalysetest ein, der aus der Erythrozytenmenbran (rote Blutkörperchen) 28 verschiedene Fettsäuren analysiert. Die Zellmembran der Erythrozytenwand hat einen Langzeitwertcharakter, der zwei bis vier Wochen abdeckt, Die Aussagekraft ist also nachhaltiger als die punktuelle Untersuchung der Serumwerte. EPA, die Eicosapentaensäure, die zu den entzündungshemmenden Fettsäuren gehört, kann dieNeigung zu Herzrhythmusstörunge deutlich senken, wenn man sie labordokumentiert in den Optimalbereich brinngt. Nimmt der Patient Präparate wie ASS oder NSAR oder Cox-2-Hemmer ein, funktioniert das aber nicht mehr, weil die Bildung der entzündungshemmenden Prostaglandine aus diesen Fettsäuren dadurch blockiert wird. Außerdem darf bei der Optimaleinstellung dieser Fettsäuren kein Antioxidantienmangel bestehen, denn sonst brechen die vielen Doppelbildungen dieser gesunden Fettsäure auf und wirken als freies Radikal. Daher sollte parallel ein Test über die antioxidative Kapazität, die Lipidperoxidation und das Ausmaß der Zellkernschäden  durchgeführt werden.

 

Liquoranalyse-Test auf Transthyretin weist spezifisch Alzheimer nach.

Die Werte liegen 25 % unter denen gesunder Menschen oder denen, die eine andere Demenzerkrankung haben. Wer es also wissen will, sollte seine Hirnflüssigkeit durch eine Punktion des unteren, das Rückenmark umgebenden Durasacks  (Liquorpunktion) untersuchen lassen.

Diese Hormon trägt die Schilddrüsenhormone ins Hirn. In diesem Zusammenhang sollte dann auch ein Sammelurincheck auf Jod, Brom und Fluor erfolgen, um andere Ursachen mit zu erfassen und mit therapieren zu können.

„…Konzentration bei Alzheimer um ein Viertel geringer

Wie spezifisch die Transthyretin-Werte im Liquor für Morbus Alzheimer sind, hat Zerrs Team anhand von Liquorproben bei 92 Demenzpatienten sowie 13 Patienten mit Normaldruck-Hydrozephalus und 19 gesunden Kontrollpersonen untersucht. Unter den Demenzpatienten waren solche mit Morbus Alzheimer (23), Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (18), Lewybody-Demenz (23), vaskulärer Demenz (18) und frontotemporaler Demenz (10).
Das Ergebnis: Die Konzentration des Transportproteins war unter den Demenzpatienten nur bei solchen mit Alzheimer deutlich erniedrigt – hier war sie um etwa ein Viertel geringer. Bei den anderen Demenzpatienten waren die Werte ähnlich wie bei gesunden gleichaltrigen Kontrollpersonen. Auffällig war zudem, dass umso niedrigere Konzentrationen beobachtet wurden, je weiter die Alzheimererkrankung fortgeschritten war. Ob die Werte auch schon bei Patienten mit ersten kognitiven Einschränkungen auffällig sind, lasse sich noch nicht beurteilen, hier gebe es noch zu wenige Daten, sagte Zerr….“
publiziert am: 1.10.2012 20:00 
Autor: Thomas Müller Quelle:springermedizin.de basierend auf: 85. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Diagnostische Ansätze bei neurodegenerativen Demenzen (Minisymposium 6), Hamburg 27.9.2012

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Transthyretin-Amyloidose.110555.0.html

 

Am 09.Januar 2013 halte ich einen Patientenvortrag zum Thema : "Gedächtnisstörungen im Alter ernst nehmen." 

Dieser Vortrag wird auch in der Presse beworben, ich bitte also um Voranmeldung. Ich nutze auch ein spezielles Spray, das testen kann, ob die Mitochondrienfunktion stigerbar ist. Dieses kann nach einem Hirnleistungstest eingesetzt und er Trest dann auch wiederholt werden. da das Gehirn zu 60 % der Trockenmasse aus Fett besteht und zwar zu einem Großteil aus DHA, Docohexaensäure, die auch zu den Omega-3-Fettsäuren gehört, sollte dann auch oben beschriebener Fettsäureanalysetest neben den Mitochondrienparametern und er antioxidativen Kapazität durchgeführt werden.

 

 

 

Mottenkugeln als Leukämieursache ? Naphthalin verändert Chromosomen.

Naphthalin (C10H8)kommt in Mottenpulver, aber auch in den Abgasen und im Rauch, auch Zigarettenrauch,  enthaltenen polycyclischen Kohlenwasserstoffen vor. Es verändert die Chromosomenstruktur und erhöht möglicherweise das Leukämierisiko. In Europa enthalten die modernen Mottenkugeln Paradichhlorbenzol (PDCB), was auch nicht gesünder ist (www.schadstoffenzyklopaedie.de/Paradichlorbenzol-PDCB.487.0.html) . Eine Umweltstudie in New York hat 113 Fünfjährige auf ihre Belastung mit Naphthalin untersucht. Parallel wurde nach chromosomalen Veränderungen in den weißen Blutkörperchen gesucht. 30 Kinder waren davon betroffen. Elf davon hatten sogar schon Translokationen. Das sind Verlagerungen von Chromosomenbruchstücken auf ein falsches Chromosom. Dieses erhöhte sich mit der Menge des nachgewiesenen Naphthalins. Die Kinder waren übrigens wohl alle gesund und es ist auch nicht klar, ob sie jemals Leukämie bekommen. Solche Schäden erzeugen auf Dauer aber auf jeden Fall Erkrankungen und wenn es bei der Vererbung erst zum Tragen kommt.

cebp.aacrjournals.org/content/21/7/1191.short

Weitere Artikel  von  Manuela A. Orjuela:  scholar.google.de/scholar

 

 

 

Impfschutz

Während die Impfung gegen Keuchhusten wohl  so schwach in Erinnerung bleibt, das mittlerweile eine Auffrischung alle fünf Jahre in der Diskussion ist, stellt man bei der Impfung gegen FSME  eine  erstaunlich lange anhaltenden hohen Impftiter fest. Die Schweiz hat darauf bereits reagiert und den Zeitraum zur Auffrischung auf 10 Jahre erhöht.                                                                 

www.medi-learn.de/humanmedizin/medizinstudium-klinik/artikel/Impftermin-vergessen-was-tun-Praxistipps-rund-um-die-FSME-Impfung-Seite1.php

Eine etwas kritischere Seite: www.impfo.ch/pdf-dokumente/Routine-Individu-Teil3.pdf

Bezogen auf die Grippeschutzimpfung gibt es versciedene Zuchtverfahren. Die einen züchten auf Hühnereiern, das ist die klassische Variante, die neuen auf Tumorzellen, doch lesen Sie selbst:www.impfschaden.info/de/home/296-krebsgefahr-durch-neuen-grippeimpfstoff.html

 

 

Osteoporosetherapie

Alle, die eine Gefährdung ausschließen wollen, sollten optimale Calcium und Vitamin-D3-Spiegel haben.  Calcium alleine erhöht das gefäßverkalkende Risiko. Das wäre das 1,25-OH-D3 oder Calcitriol,kontrolliert wird aber eigentlich das Nahrungs-Vitamin D3, das 25-OH-D3. Knochen benötigen, um sich zu festigen, eine Belastung. Dazu ist eine Stauchung um 1 Promille notwendig. Das findet man in Kraftsport und Sprungsportarten mehr als z. B. beim Joggen oder beim Schwimmsport. Wenn man nun aber schon an Osteoporose erkrankt ist, sollte der sportliche Part unter Anleitung in einer Osteoporosesportgruppe erfolgen.

Wann sollte man Osteoporosemedikamente bekommen? www.osteoporose-portal.de/uploads/PDF%60s%20%20Arzt/europ-osteoporose-richtlinie-esceo-german.pdf

www.apotheken-umschau.de/Osteoporose/Osteoporose-Therapie-12730_11.html

Osteoporoseerkrankte bekommen oft auch Medikamente, die den Knochenabbau hemmen sollen. Das sind Bisphosphonate oder ein Antikörperpräparat. Diese Medikamente sollten nach 5 Jahren wieder abgesetzt werden, weil sich die einseitige Hemmung des Knochenabbaus, der ja auch Bestandteil desKnochenumbaus ist, negativ auf die Knochenqualität auswirken wird. Absetzversuche führten allerdings nach 9 Monaten zu erneutem Auftreten von Knochenschmerzen. Der Einsatz des aktiven Vitamin D3 zeigte aber bessere Ergebnisse, so dass man vermutet, dass die körperlichen Grundvoraussetzungen für die Aktivierung des Nahrungs-Vitamin D nicht mehr ausreichend gegeben sind.www.google.de/url

Strontium hat ebenfalls eine knochenstabilisierende Wirkung. Es darf aber nicht bei Thromboseneigung engesetzt werden.

Der Phosphatgehalt im Serum sollte ebenfalls kontrolliert werdn, da Phophat die Nieren schädigen kann und für das Ca/P-Produkt wichtig ist. Es hat auch Auswirkungen auf das Hormon der Nebenschilddrüsen, das Parathormon. Ein interessanter Artikel, der viele Ernährungshinweise zu zum Thema Phosphat und Kalium enthält, aber eigentlich für Dialysepatienten geschrieben wurde, finden Sie hier.

Ein ganz neuer Ansatz  der Osteoporosetherapie ist der Einsatz von Isobiddinitrat 60 mg/Tag, einem blutgefäßerweiterndem Medikament, dass in seiner Wirkung in einer Pilotstudie die gleiche Zunahme der Knochendichte hatte, wie eine Medikation mit dem Bisphosphonat  Alendronat 70mg/Woche.

Ein altbekannter, aber in der Schulmedizin kaum beachteter Ansatz ist die Korrektur metabolischer Azidosen. Man bedenke, dass das Leben sauer ist und wir uns in der Tages bilanz basisch ernnährensollten.

Doch lesen Sie selbst: extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2012/MT_Deutschland/38_mtd/MTD_38_S27.pdf

 

 

 

M. Crohn

Beim M. Crohn handelt es sich um eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, benannt nach Burril Bernhard  Crohn (1884-1983. Die Erkrankung ist meistens im Dickdarm und Krummdarm (Ileum), selten in Mund und Speiseröhre zu finden und es sind immer nur bestimmte Darmabschnitte befallen.  Die Aktivität dieser Erkrankung gilt es in der Behandlung des Patienten zu erfassen. Der klassische Parameter ist das CRP. Dieses kann aber durchaus normal sein, obwohl  die Erkrankung akut ist. Daher sollten Calprotectin im Stuhl und TNFa im gefrorenen Serum zum Labor geschickt werden, um sich sicher zu sein. Soweit der Patient mitspielt, handhabe ich das in meiner Praxis auch so. Komplementär lässt sich hier sehr gut die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger einsetzen. extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2012/MT_Deutschland/37_mtd/MTD_37_S15.pdf

Ob nun bei Entzündungen oder bei Übergewicht, es liegt oft an der Darmflora, die uns erkranken oder gesunden lässt. Unter dem Artikel Heilen mit Fäkalien schreibt die Ärztezeitung:www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/811534/heilen-faekalien.html

Eine Beilage aus dem Dezember sieht in der Zusammenfassung des Viszeralsymposiums in Hamburg aus deiesm Jahr auch die Indikation bei Dickdarmkrebs und Diabetes mellitus.

Eine meiner Patientinnen mit Colitis ulcerosa hat diese Therapie mit einem ganz tollen Erfolg vollzogen. Sie ist bereit darüber telefonisch zu sprechen. Sie berichtet auch, dass sie den Therapieverlauf in einem Forum veröffentlicht.

Wer zu dick ist und Tagesmüdigkeit hat, hat evt. nächtliche Atemaussetzer. Ich berichtete bereits im Oktober.  Wenn diese Aussetzer nicht mehr auftreten, bessern sich die Parameter Adipositas, Dyslipidämie, Hypertonus, Insulin-Resistenz und Tagesmüdigkeit. Zusammenfassend zitiert aus CME 9/12 Premuium-Fortbildung für medizinische Praxis S. 18, nach Prof. Dr. Fietze, I., Pneumologe 2012, 9: 287-288.

 

 

Bei weißen Pupillen auf einem Foto bitte nicht retuschieren, sondern direkt zum Augenarzt, es handelt sich vermutlich um ein Retinoblastom. www.uniklinik-essen.de/augenklinik/retinoblastom.html

www.kinderaugenkrebsstiftung.de

 

 

 

 

Strahlenbelastung

Nicht jeder Verdacht auf eine Fraktur muss geröngt werden, schon gar nicht in zwei Ebenen oder mit gehaltenen Aufnahmen. Die Gefahr in Folge einer solchen Behandlung später an Krebs zu erkranken , ist bei Kinder sehr viel höher als bei Erwachsenen. Das sollte bei der juristischen Bewertung forensischer Untersuchungen vermehrt berücksichtigt werden, auch von den klagenden Eltern. Ganz besonders schlimm wird es bei der CT-Aufnahme, die bei knöchernen Strukturen nicht durch das MRT ersetzt werden kann, es sei denn man gibt sich mit Ödemnachweisen bei vermutlichen Mikrofrakturen zufrieden. Ein CT eines Brustkorbes erzeugt bei einem Schulkind die 600fache Dosis einer normalen Röntgenaufnahme, bei einem Säugling die 1500-fache Dosis. Ultraschall und MRT neben den Untersuchungskünsten des Arztes mit einem abwartenden Offenlassen der Diagnose sind unter Berücksichtigung dieser Fakten dann vielleicht gesünder.

Strahlen werden auch therapeutisch eingesetzt, manchmal kommt es dabei zu einer Entzündung des umliegenden Gewebes. Für die Haut (Strahlendermatitis)scheint ein neues Präparat aus Hyaluronsäure, Sheabutter, Glycyrrhizin, Allantoin, Bisabolol, Vitis vinifera, Telmestin und den Vitamin E und C und einem Trägerprotein gute und preiswerte Erfolge zu erzielen:www.press1.de/ibot/db/press1.medinfo_1126785655.html

 

 

 

Trinkmenge

Die Trinkmenge war schon im letzten Monat ein Thema, ich möchte es aber noch einmal aufgreifen, weil ich in dem Vortrag zum MSP dazu Genaueres sagen kann und weil in folgendem verlinkten Artikel auch Aussagen zu Trinkmenge  und dem Zusammenhang zu Natrium, Fieber, Überwässerung und Blasenkrebs getätigt werden. extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2012/MT_Deutschland/37_mtd/MTD_37_S26.pdf

 

 

 

Alkoholentzug oder Alkoholentwöhnung  oder kontrolliertes Trinken?

Dazu gibt es einige Veröffentlichungen.  Nur 10 % der Alkoholiker schaffen die dauerhafte Abstinenz, ein moderater Konsum kann daher als das bessere Ziel betrachtet werden.  Sie müssen es wollen und auch bereit sein, sich der Situation zu stellen. Ich berate Sie gern. Weiteres lesen Sie in folgenden Links:

content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1986547_0_5062_-alternative-zur-abstinenz-mit-kontrolle-gegen-die-alkoholsucht.html

www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/alkoholentzug-kontrolliertes-trinken-ist-besser-als-abstinenz-a-844209.html

gremien.hu-berlin.de/ag-gesundheit/kont_html

 

 

 

Borrelien

Die Zeckenstudie ist zu Ende, die Auswertung der Daten ist noch nicht abgeschlossen, aber das Thema der Borreliose bleibt natürlich spannend. So bin ich bei meinen Recherchen auf einen interessanten Artikel zu der Frage Borrelien und Krebsentstehung gestoßen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.free.pages.at/ah-borreliose/krebs.html   Hier die Zusammenfassung der Therapiestandards:www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-044.pdf . Hier neue Forschungsergebnisse:magazin.bfbd.de/de/neue-forschungsergebnisse-und-studien.html Um Ihnen auch Fotos für eine die Haut betreffende Borreliose zugänglich zu machen, habe ich mehrere Artikel ausgewählt, in denen solche Fotos vorkommen. www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2009/2009-42/2009-42-379.PDF

www.aerztekammer-bw.de/10aerzte/20fortbildung/20praxis/85arbeitsmedizin/1107.pdf

www.derma-net-online.de/buch/kapitel2_2/Kap_2_2_4.pdf

https://www.google.de/search?q=Borreliose+Fotos&hl=de&client=firefox-a&hs=wP9&rls=org.mozilla:de:official&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=409xUJ3hN5DCswbLkoH4CQ&ved=0CCMQsAQ&biw=1920&bih=910

 Ein Link zu den Borrelien-DNA-Anteilen in Tumorzellen von Non-Hodgkin-Erkrankten ist passiv gestellt worden und  kann im Einzelfall als PDF in meinem Archiv eingesehen werden.

 

 

Mikronährstoffe helfen bei belastetem Immunsystem.

Herr Doktor, warum bin ich jetzt immer wieder krank ? Das hatte ich doch früher nicht!                    Dann ermutige ich den Patienten zur Erstellung eines Ernährungsprotokolls. Offensichtliche Mängel können dann ausgeglichen werden. Tritt keine Besserung ein, dann können Mikronährstoffe im Blut analysiert werden. Für Ultraspurenelemente ist es schwieriger. Eine gute Auflistung von Studien zu diesem Thema, insbesondere auch aus der Deutschen Ärztezeitung,  finden Sie unter folgendem Link:www.vitalstoffe-online.ch/assets/s2dmain.html?http://www.vitalstoffe-online.ch/f0123d978a0b14c75/index.html  

 

 

 

Harnwegsinfekte, die im Test keine Hinweise auf Keime zeigen,

sollten auf Mycoplasma genitalium untersucht werden. Dieses ist oftmals resistent auf die gängigen Antibiotika. Moxifloxacin wirkt noch.  Aber nicht jedes Labor bestimmt den Keim, man muss ihn direkt anfordern. Bei Männer  sind es Vorhaut- und Eichelentzündungen, bei Frauen fördert es aufsteigende Infektionen wie Infertilität, Aborte und Frühgeburten.

 

 

 

Histaminintoleranz: Krankheit  oder nur Einbildung?

Die Ärztezeitung interviewt Professor Stephan Bischoff vom Institut für Ernährungsmedizin und Prävention an der Universität Hohenheim. Demnach kann er die Erkrankung nicht als solche anerkennen, gibt aber zu, dass die Einnahme des Enzyms DAO tatsächlich eine Besserung der Symptome erzeugte. Er ergänzt auch, dass: „Wem die Abbau-Hypothese zum pathogenetischen Mechanismus der Histaminunverträglichkeit plausibel erscheint, der kann auch von einigen Medikamenten abraten, bei denen bekannt ist, dass sie die DAO-Aktivität hemmen.“www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/allergien/article/822311/histaminintoleranz-krankheit-nur-einbildung.html  Somit wird nun endlich auch von offizieller Stelle die Wirkung zugestanden und die an verminderter DAO-Aktivität leidenden Patienten werden nicht mehr als Spinner abgetan. Daraus leitet sich aber kein Erstattungsanspruch für das Enzym durch die Kassen ab, wohl aber eine Motivation für den Betroffenen sich histaminarm zu ernähren und seine Darmflora und Verdauungsenzyme zu optimieren, unter Umständen also auch die Protonenpumpenhemmer  (PPI) auszuschleichen. PPI in der Dauermedikation können auch zu symptomatischem Magnesiummangel führen,  aber auch zu Mangel an Eisen, Calcium, Vitamin D. In der Folge treten dann Tremor (Zittern), Parästhesien (Gefühlsstörungen), Lethargie (Antriebslosigjkeit) auf.www.fda.gov/drugs/drugsafety/ucm245011.htm

Neu ist jetzt eine Veröffenlichung in der Ausgabe 530, November 2012  der Beilage Forschung&Praxis der ÄrzteZeitung zu einer Untersuchung mit der Mikrolaserendoskopie.Hier wurde sich dem Thema der Nahrungsmittelunverträglichkeit bei negativem IgE-Test, über IgG4 wurde nicht berichtet, mittels einer endoskopische Untersuchung zugewandt. Ausgangspunkt waren die unerklärlichen Beschwerden der Patienten über schmerzhaft geblähten Bauch und Unwohlsein. Es wurde das Endoskop eingeführt und die Schleimhaut betrachtet. Was die Mikrolaserendoskopie bildlich kann, siehe hier   oder hier. Danach wurden die häufigsten Allergene, nämlich Milch, Weizen, Hefe, Soja und Fruktose auf die Schleimhaut des Zwölffingerdarms aufgetragen und drei Minuten später mit dem konfokalen Mikrolaser-Endoskop betrachtet. Dabei wurde die Konzentration mononucleärer Zellen (nur ein Zellkern), die Räume zwischen den Epithelzellen, (Deckzellen, also die dem Darminhalt zugewandte Seite des Darms) und das Verhalten der Blutgefäße beobachtet. Sofern eine Schleimhautreaktion zu beobachten war, sollte der Patient das Allergen meiden. Die beobachtete Reaktion interpretierte Prof. Annette Fritscher-Ravens von der inneren Medizin der Uniklinik Kiel mit den Worten: " Das ging los wie ein Feuerwerk". So nahm die Zahl der mononukleären Zellen zu und die Zellzwischenräume weiteten sich, da Zellflüssigkeit in die Zellzwischenräume eingetreten war. Gesunde Kontrollpatienten hatten diese Reaktion nicht, so dass mechanische Reize als Ursache ausgeschlossen werden konnten. Eine Allergenkarenz führte zu deutlicher Symptomlinderung bis hin zum Verschwinden der Symptome. Bei der Fruktose trat das nicht so konsequent ein. Ich interpretiere das so, dass dabei nicht berücksichtigt wurde, dass auch Zucker aus Glukose und Fruktose besteht und dass auch Sorbit den Fruktoseabbau der Leber nutzt, so dass trotz guten Willens die erforderliche Karenz nicht eingehalten werden konnte.

Viele haben ja auch eine Laktoseintoleranz. Dazu bietet  Minusl einen Newsletter mit Neuigkeiten an:  www.minusl.de/newsletter-empfehlung.html

 

 

Dazu passt auch das Thema der Resistenzentwicklung des Helicobacter pylori. Mittlerweile ist dafür eine Quadrupeltherapie  (vier Medikamente) notwendig. Daher sollten Sie bei einem Rezidiv darauf drängen, dass eine Resistenzprüfung erfolgt und dass auch in Ihrem Umfeld diagnostiziert wird, ob jemand infiziert ist, um die Reinfektionsquelle gleich mit  zu behandeln.

 

 

Babyschwimmen: Ertrinken nicht ausgeschlossen

titelt die Medical Tribune 47. Jahrgang Nr. 40, 05.Oktober 2012, S. 23 einen Artikel  und beschreibt einen  Fall aus Hamburg, bei dem ein sechs Wochen alter  Säugling zweimal absichtlich auf dem Arm für wenige Sekunden  tauchen  musste. Wieder über Wasser schrie er kurz und wurde dann schlaff, blau und still. Der Notarzt konnte das Kind retten, es hatte im Röntgenbild (Röntgten siehe weiter oben) Infiltrate durch das Einatmen von Wasser  und bekam ein Antibiotikum und weiterhin eine Sauerstoffbeatmung, wodurch sich der Allgemeinzustand rasch gebessert hat.

Wozu soll das Trainieren des Tauchreflexes gut sein ?

Welche Keime sind in dem Wasser und wie hoch ist die Chlorbelastung ?

Sollte man nicht besser von dieser Art des Babyschwimmens Abstand nehmen ?

 

 

Harntröpfeln

Da gibt es ein ganzes Arsenal von Therapieansätzen, die auch nicht alle frei von Nebenwirkungen sind. Die periphere Tibialis-Nerven-Stimulation pTNS kann hier helfen. Ohne das der Mechanismus in Gänze geklärt ist, weiß man, dass zentrale Areale des Rückenmarks die etwas mit Stuhl- und Urinentleeerung zu tun haben, dadurch aktiviert werden. Bei 50-65-Jährigen wird dieses Therapie sogar in den EAU-Leitlinien empfohlen. Mehr: www.uroplasty.com/intl/patients/urgentpc

extranet.medical-tribune.de/volltext/PDF/2012/MT_Deutschland/20_mtd/MTD_20_S18.pdf

 

 

Eisenmangel kann viele Ursachen und viele Symptome haben.

Bei einer chronischen Entzündung sollte man eher intravenös, anstatt mit Tabletten behandeln. Bei Resorptionsstörungen geht es gar nicht anders. Die Entzündung unterdrückt aber auch die Zellneubildung, Erythropoese. Daher sollte auch hier entzündungshemmend therapiert werden. Wie Sie wissen, bin ich in meinen Therapien immer ursachenorientiert, so dass ich natürlich nach der Ursache schaue. Wieviel Eisen ist in welchem Nahrungsmittel ?iron.medline.ch/Eisenplattform/Praxishilfen/Tipps/Eisen_in_Nahrungsmitteln/Eisengehalt_verschiedener_Nahrungsmittel.php Was ist alles über Anämie bekannt ? www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/025-021l_S1_Eisenmangelanaemie.pdf

 

 

 

Ejaculatio praecox, der Mann kommt zu früh zum Samenerguss

Eine Nerven-Beschneidung verbessert die Ejakulationskontrolle. Während Medikamente sich in der Verzögerungswirkung nur im Sekundenbereich bewegen soll mit der dorsalen Penisnervenresektion die Verzögerung zwischen 1,1 und 3,8 Minuten liegen. Ursache sei, das die Glans penis (Eichel) an Empfindlichkeit verliere. onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1365-2605.2012.01296.x/abstract;jsessionid=0784BBE04F69A51BF8BDD56838A8A4A1.d01t03

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