Gesundheitsnewsletter vom 06.03.2021 – KPU/HPU-Mangan – B6 – Covid19

von | 6. März 2021

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 06.03.2021
Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

In meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen

Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn

Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets

benannt werden!

Heute geht es aktuell um das Thema der HPU/KPU und im Verlauf speziell um die Bedeutung des Mangans.

Die Themen:

 
HPU/KPU – was hat das mit Mangan – Eisen – Blei und den Porphyrinen zu tun?
Wie erklären sich die Beschwerden?
In diesem Videovortrag werden unter anderem folgende Themen angesprochen:
Die historische Aufarbeitung der Thematik HPU/KPU (DOI 10.1007/s00103-007-0340-5) findet am auch als PDF auf der Seite des RKI.
Die Mengen an Vitamin B6, Zink und Mangan, die bei Patienten mit auffälligen Messwerten ausgeschieden werden, sind so gering, dass sie eigentlich nicht der Grund für die damit verbundenen Symptome sein dürften.
Eigentlich – da denke ich an die Hunger- und Armutskampagne mit dem großen Teller, der nur wenig Füllung hat und mit dem Spruch „Weniger ist nichts“ Betroffenheit erzeugt.
Mit dieser gedanklichen Herangehensweise stelle ich ihnen vor, wie es zu den verschiedensten Symptomen kommen kann. Dabei geht es um Reduktion des oxidativen Stresses in den Mitochondrien, Energiegewinnung, Zuckerneubildung, mitochondriale Dysfunktion, Neurotransmitter, Gelenkbeschwerden, Aufgaben in der Niere, in der Bauchspeicheldrüse, der Zellentgiftung, der Zellkernfunktion. So sehen wir Wachstums- und Fruchtbarkeitsstörungen und psychologische Auffälligkeiten.
Dennoch gibt es Menschen, die sogar 400 Prozent der Vorgaben der DGE für Mangan täglich essen und dennoch einen Mangel im Blut haben. Hier hilft dann nur eine Versorgung von der Hand in den Mund, also mehrmals tägllch, da kein Speicher aufgebaut wird.

Andererseits ist der Kontakt zu toxischen Metallen auch mit der Bildung von Pyrrolen verbunden. Am Beispiel der Arsenbelastung sind sogenannte toxische Frühmarker detektiert worden. Arsen stört auch die Aktivitäten mehrerer Enzyme des Häm-Biosynthesewegs, wie Aminolevulinatsynthase (ALA-S), Porphobilinogen-Desaminase (PBGD), Uroporphyrinogen-III-Synthase (Uro III S), Uroporphyrinogen-Decarboxylase (URO-D), Coproporphyrinogenase (COPRO-O), Ferrochelatase und Hämoxygenase (HO). DOI: 10.1002/(SICI)1099-0801(199611)10:6<278::AID-BMC613>3.0.CO;2-X

Die Belastung mit Blei hat für schwere akute Giftigkeiten offensichtlich eine gewisse Toleranz, Messungen der Porphyrine verändern sich aber früh. Hier kommt es nichtenzymatisch zu Oxidationen. Ann Clin Lab Sci  . Sep-Oct 1980;10(5):402-13.

Eine Belastung mit Blei führt auch unmittelbar zu einer Veränderung des Zinkstoffwechsels. Das Protoporphyrin IX ist ein metabolisches Zwischenprodukt bei der Häm-Biosynthese; in Erythrozyten liegt als freie Form und zinkgebundene Verbindung vor. Die ZPP (Zink-Protoporphyrin IX) geben nur bei Bleivergiftung und sideropenischer Anämie hohe Werte ab. ALA-D und ZPP in Erythrozyten wurden gemessen und in einer Gruppe von Arbeitern verglichen, die Blei ausgesetzt waren. Wir haben eine gute Korrelation zwischen diesen beiden biochemischen Parametern gezeigt. Die Aminosäureausscheidung im Urin von Arbeitern, die Blei ausgesetzt waren, wurde gemessen und mit anderen biochemischen Vergiftungsparametern verglichen. Alle untersuchten leitenden Angestellten hatten eine übermäßige Ausscheidung von CP (Coproporphyrin) und ALA (Delta-Amino-Levulinsäure) im Urin.
Ann Ist Super Sanita. 1977;13(1-2):399-407.

Zinkprotoporphyrin gilt somit auch als ein Marker für eine chronische Bleibelastung. J Environ Pathol Toxicol. Jul-Aug 1978;1(6):897-910.

Da, wo sich Zinkprotoporphyrin ansammelt, hat Eisen in den roten Blutkörperchen keinen Platz mehr und die Sauerstoffversorung der Zellen ist deutlich reduziert.

Bei acht Arbeitern (32%) war eine abnormale Ausscheidung von Glycin (Baustein für Glutathion) vorhanden, während bei anderen vier (15%) die Glycinurie an der Grenze der Normalwerte lag. Bei sechs Arbeitern (21%) war eine abnormale Lysinausscheidung (notwendig für die Bildung von Carnitin) vorhanden. Die letzten Daten scheinen sehr interessant zu sein, da die Wirkung von Blei auf den Lysinstoffwechsel nicht bekannt war. Ann Ist Super Sanita. 1977;13(1-2):399-407.

Die Bleiausleitung mit EDTA als Chelator ist als wirksame Therapie gut belegt.
Med Lav. Jul-Aug 1994;85(4):299-308.
So ist es auch in der Indikationsliste des Medikamentes EDTA beschrieben.
Edetinsäure

Bei auffälligen KPU/HPU-Werten stellen sich also nicht nur Fragen nach Zink, Mangan und Vitamin B6, sondern auch nach Eisen, toxischen Metallen, Aminosäuren, Carnitin etc. als auch nach der Versorgung mit weiteren essentiellen Mikronährstoffen und ggf. auch der Ausleitung toxischer Metalle.

 
Aktiviertes Pyridoxal-5-Phosphat kann nicht unverändert aus dem Dünndarm resobiert werden – was passiert bei zu wenig oder zu viel B6?

„Alle nichtveresterten Vitamin-B6-Formen, die in der Nahrung vorkommen, werden durch passive Diffusion im Dünndarm resorbiert [5]. Dabei sinkt die Resorptionsgeschwindigkeit von proximal nach distal [2]. An Glucose bzw. Phosphate gebundene Vitamin-B6-Formen, insbesondere Pyridoxin-5-Phosphat (PNP), müssen zur Resorption zunächst durch unspezifische Phosphatasen beziehungsweise Glukosidasen im Darmlumen hydrolysiert werden. In freier, ungebundener Form gelangen Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin dann in einem nicht-sättigbaren, passiven Mechanismus in die Enterozyten. Dort werden sie rephosphoryliert. Dies hat den Sinn der Zurückhaltung der Vitamin-B6-Formen im Organismus (metabolic trapping). Bevor die Vitamin-B6-Derivate an der basolateralen Membran der Enterozyten in das Blut abgegeben werden, kommt es erneut zu einer Dephosphorylierung [5].“

So sehe ich im Abgleich der Laborwerte mit der Auswertung des Verzehrprotokolls und der Ergänzungen meiner Patienten, das manche sehr schnell im oberen Normbereich liegen und andere selbst bei der 100-fachen Versorgung der DGE-Vorgabe so gerade den oberen Normbereich im Blut erzielen. Die Zurückhaltung des Vitamin-B6 und das gilt sicherlich auch für andere Vitalstoffe, das Prof.. Dr. Biesalski als Metabolic Trapping bezeichnet, ist somit wohl ein wichtiges, aber weitestgehend unberücksichtigtes Phänomen unseres Stoffwechsels und ist somit für viele Funktionseinschränkungen von Bedeutung.

In dem verlinken Artikel von Katja Aue über 9 Seiten finden Sie eine hervorragende Aufarbeitung des Themas Vitamin B6.

 
Vitamin B6-Mangel kann einen Zytokinsturm bei Covid-19 bedingen

Wenn ein wichtiger Stoff mangel, dann muss der Körper improvisieren, um zu überleben, also die Krise zu überstehen. Ist er optimal versorgt, kann er das volle Spektrum seiner Leistungen ausnutzen. Liegt ein Vitamin-Mangel vor, egal ob C oder D, worüber in der letzten Zeit ja sehr viel geschrieben wurde oder wie in diesem Fall Vitamin B6, so kommt es in den Immunzellen zu einer mitochondrialen Dysfunktion.

Bei der Virusabwehr geht es also um die Lymphozyten und deren Funktion kann man mit dem Bioenergetischen Gesundheitsindex, dem Brennstoffprofil, der aeroben und glykolytischen Kapazität, dem Mito-Stress-Profil oder dem Functional Sensitivity Test ganz gut erfassen. Besonders spannnend werden die Ergebnisse, wenn man zu dem Ergebnis der gewaschenen Zellen im Anschluss das Plasma des Patienten gibt, in dem alle Botenstoffe des Blutentnahmeuzeitpunktes vorhanden sind und wodurch die Laborbedingung in die Realität übertragen werden kann.

Aktuelle Arbeiten beschäftigen sich mit der Bedeutung des Vitamin B6 hinsichtlich seiner schützende Wirkung gegen chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, weil es Entzündungen, Inflammasomen, oxidativen Stress und Carbonylstress reduzieren kann. Bei Carbonylstress wirken dann auch insbesondere L-Cystein und Creatin. doi.org/10.3389/fnut.2020.562051

 
Antikörperabfall oder Verlust nach Infekt – was ist nach der Impfung?
Warum erkrankt der eine in einer Familie und der andere hat keine AK?
In der Rekonvaleszenzphase rasch abfallende Antikörpertiter gegen COVID-19, teilweise  bis hin zur Seronegativitätund das insbesondere bei mild erkrankten Patientenwerfen die Frage einer ungenügenden adaptiven Immunantwort und somit nach dem Risiko einer Re-Infektion auf (1; s.a. Pneumo News 2020; 12 (6) S. 10) Daher kümmert man sich nun vermehrt um SARS-CoV-2-spezifische Memory-T-Zellen, den die sollten eine langfristige Immunprotektion gegen COVID-19 gewährleisten.
Diese Information haben Sie aber bereits aus meinen Interviews mit Frau Prof. Dr. König und der Verlinkung auf den SARS-COV-2-Elispot-Test vom 14.10.2020
Das schwedische Karolinska-Instituts erfasste in der Frühphase der Corona-Pandemie in einer Querschnittsstudie die phänotypische und funktionelle Charakteristika der virusspezifischen T-Zell-Antwort bei einer Reihe von Patientengruppen. Das Ergebnis:  Zu 67 % fanden sich die  SARS-CoV-2-spezifische T-Zellen auch bei antikörperseronegativen Familienangehörigen von erkrankten Patienten. Diese T-Zellen zeigten eine starke Reaktion bei der Inkubation mit Spike-, Membran- oder Nukleokapsid-Proteinen des Virus.
DOI: doi.org/10.1016/j.cell.2020.08.017

Eine Impfung würde nur Reaktionen auf das Spikeprotein erzeugen und die erzuegte Impfreaktion ist damit anfälliger gegenüber Virusveränderungen. Abgetötete Viren enthalten alle Antigenanteile. So eine Form der Impfung verfolgen die Chinesen. Mit deren Impfstoff hat sich gestern der ungarische Ministerpräsident medienwirksam impfen lassen.

 
Antigenimpfstoff mit minimalen Nebenwirkung und zu kleinen Kosten aus Deutschland möglich.
Der Spiegel berichtet darüber, wie man in Deutschland  mit Prof. Dr. Stöcker, der einen Impfstoff entwickelt hat, der auch den Nachweis der Bildung neutralisierender Antikörper erbringt, umgeht, wenn es darum geht, uns zu helfen!

Hier wird das komplette Antigen, das aber nicht im Körper vermehrt wird, sondern nur die Impfreaktion auslöst, ausserhalb des Körpers vermehrt, dann getrocknet  verpackt und kann in jeder Praxis wieder zur Impfung aufgelöst und verimpft werden.

Es werden keine Nanolipide eingesetzt und es muss auch keine RNA in unser Erbgut überschrieben werden, wie es bei den Vektorimpfstoffen ist und was wir nur vom Zika- und Ebola-Virus an Impferfahrung haben.
Diesen Link der Pharmazeutischen Zeitung sollten Sie öffnen!

Hier verstehe ich zwar, dass wir formale Wege einhalten müssen, aber ich verstehe nicht, dass man diese bahnbrechende Information nicht für die Menschheit umsetzt.

Wird hier die Meinung des Volkes umgesetzt?

Was wurde aus Helmut Schmidt, der bei der Sturmflutkatastrophe das Rückgrat hat verbotener Weise die Bundeswehr zur Hilfe zu rufen und das per Befehl?

Wir benötigen mehr Menschen, die Charisma zeigen! Jedes andere Land wäre stolz auf so eine  Pionierleistung.

Wo positionieren sich die Entscheidungsträger unserer Regierung?

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
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