Gesundheitsnewsletter – Neue Erkenntnisse zu Geruchssensoren außerhalb der Nase und deren Funktion, Haferkur, Thrombozytenstudie mit neuen Erkenntnissen – warum ist die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger hier so effektiv?

von | 14. März 2026

Es geht am Ende ums Essen, Lifestyle und Gesundheit, aber auf der Basis nüchterner Studienergebnisse und deren Diskussion
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Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 14.03.2026

 
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Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

In meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen

Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn

Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets

benannt werden!

 
Die Themen:

 
 
Die Rolle von Sinnesrezeptoren in nicht-sensorischen Organen: Die Niere und darüber hinaus.. der Darm bestimmt über seine geradkettigen FS in den Nieren die Blutdruckregulation…

Olfaktorische Rezeptoren (ORs), Geschmacksrezeptoren und Opsine sind bekannt für ihre zentrale Rolle bei der Vermittlung von Geruchs-, Geschmacks- und Sehsinn. In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Forschung jedoch gezeigt, dass diese Sinnesrezeptoren auch physiologische Prozesse in verschiedenen nicht-sensorischen Geweben regulieren. Obwohl für ORs, Geschmacksrezeptoren und Opsine physiologische Funktionen jenseits ihrer traditionellen Lokalisationen nachgewiesen wurden, konzentrierte sich die Forschung in der Niere bisher hauptsächlich auf ORs. Bisher konnte gezeigt werden, dass renale ORs an der Blutdruckregulation (OLFR78 und OLFR558) und der Glukosehomöostase (OLFR1393) beteiligt sind. Dennoch sind Sinnesrezeptoren außerhalb der traditionellen Sinnessysteme nach wie vor deutlich untererforscht, was zum Teil auf die inhärenten Herausforderungen bei der Untersuchung dieser Rezeptoren zurückzuführen ist. Ein vertieftes Verständnis der physiologischen und pathophysiologischen Funktionen von Sinnesrezeptoren birgt das Potenzial, das Verständnis der Funktion zahlreicher Organe und Systeme, einschließlich der Niere, wesentlich zu verbessern. Darüber hinaus handelt es sich bei den meisten sensorischen Rezeptoren um G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, die als die am besten mit Medikamenten beeinflussbare Proteinklasse gelten und daher potenziell als zukünftige therapeutische Ziele genutzt werden könnten.

Wichtigste Punkte
Olfaktorische Rezeptoren (ORs), Geschmacksrezeptoren und Opsine spielen eine funktionelle Rolle in nicht-sensorischen Organen und Geweben, unter anderem in der Niere, der Lunge, den Hoden, dem Rückenmark, dem Fettgewebe, dem Gefäßsystem und dem Immunsystem.
Studien zu ORs sind anspruchsvoll, aber die Anwendung bewährter Verfahren auf diesem Gebiet ermöglicht es, diese wichtigen Rezeptoren auf rigorose Weise zu untersuchen.
ORs spielen eine Rolle bei der Chemotaxis von Spermien, der Chemosensorik und Migration von Makrophagen sowie der Vasodilatation der Lunge; Geschmacksrezeptoren modulieren die Vasodilatation der Lunge und nehmen pH-Wert-Änderungen in der Zerebrospinalflüssigkeit wahr; und es wurde berichtet, dass Opsine eine Rolle bei der Funktion des Fettgewebes und der Thermogenese spielen.

In der Niere wird Olfr78 in Blutgefäßen exprimiert; die Aktivierung dieses OR in der afferenten Nierenarteriole erhöht die Reninfreisetzung.

Olfr558 lokalisiert sich in Blutgefäßen, einschließlich der afferenten Nierenarteriole und ist für die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Blutdruck erforderlich.

Olfr1393 wird im proximalen Tubulus der Niere exprimiert, wo es Natrium-Glukose-Cotransporter moduliert, was Auswirkungen auf die Glukosetoleranz hat.

doi.org/10.1038/s41581-024-00917-y

 

 
Wofür sind solche Erkenntnisse olfaktorischer Rezeptoren von Bedeutung und finden sie bereits heute, auch in meiner Praxis, Anwendung?

1. Warum exprimiert die Niere besonders viele olfaktorische Rezeptoren?

Die Niere ist ein chemischer Sensor für den inneren Körperzustand.
Olfaktorische Rezeptoren sind im Grunde Chemosensoren (GPCRs), die nicht nur Gerüche erkennen, sondern viele kleine Moleküle binden können. 
doi.org/10.1007/s00467-015-3181-8
Die Niere überwacht  als „chemisches Kontrollorgan“kontinuierlich:

  • Elektrolyte (Na⁺, K⁺, Cl⁻)
  • Metabolite
  • Toxine
  • pH
  • Osmolarität
  • bakterielle Stoffwechselprodukte

Da pro Tag etwa 180 L Primärharn filtriert werden, hat die Niere ständig Kontakt mit verschiedensten Molekülen.Deshalb ist sie ein ideales Organ für Chemosensoren wie ORs.
ORs funktionieren hier wie metabolische Sensoren.
Im Gegensatz zur Nase, wo sie Duftstoffe erkennen, registrieren sie in der Niere:

  • Stoffwechselprodukte
  • bakterielle Metabolite
  • Fettsäuren
  • organische Säuren

Diese Information wird genutzt, um wichtige Funktionen zu regulieren:

  • Reninfreisetzung
  • glomeruläre Filtration
  • Natrium- und Glukosereabsorption

Olfaktorische Signalproteine wie Golf und Adenylylcyclase 3 wurden sogar direkt in renalen Tubuluszellen und der Macula densa nachgewiesen, wo sie an der Regulation der Nierenfunktion beteiligt sind. www.pnas.org/doi/pdf/10.1073/pnas.0812859106

Evolutionäre Hypothese
Viele Forscher glauben, dass ORs ursprünglich allgemeine chemische Sensoren waren.
Die Nase ist nur ein Spezialfall.
Die Niere nutzt diese Rezeptoren daher für:

  • Metabolit-Monitoring
  • Homöostase
  • Toxin-Erkennung

Man könnte sagen:
Die Niere „riecht“ das Blut.

2. Wie beeinflusst das Darmmikrobiom über ORs den Blutdruck?
Das ist eines der spannendsten neuen Konzepte der Physiologie.

Schritt 1: Darmbakterien produzieren Metabolite
Im Dickdarm fermentieren Bakterien Ballaststoffe und produzieren:

  • Acetat
  • Propionat
  • Butyrat

Diese nennt man kurzkettige Fettsäuren (SCFA).

Schritt 2: SCFA gelangen ins Blut
Diese Moleküle gelangen aus dem Darm in den Blutkreislauf.
Sie wirken als Signalmoleküle zwischen Darm und Organen.

Schritt 3: Aktivierung olfaktorischer Rezeptoren in der Niere
Ein wichtiger Rezeptor ist:
OLFR78 (Maus) / OR51E2 (Mensch)
Dieser Rezeptor erkennt SCFA wie:
Acetat
Propionat

Die Aktivierung passiert im juxtaglomerulären Apparat der Niere.

Schritt 4: Steuerung der Reninfreisetzung
Wenn OLFR78 aktiviert wird:
→ Renin wird ausgeschüttet
→ Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems
Folge:

  • Vasokonstriktion
  • Natriumretention
  • Blutdruckanstieg

Gleichzeitig existiert ein Gegensystem
Interessanterweise aktivieren SCFA auch andere Rezeptoren:

  • GPR41
  • GPR43

Diese verursachen Vasodilatation.
➡ Ergebnis:
Das Mikrobiom erzeugt ein Balancing-System für den Blutdruck.

Vereinfachtes Schema
Ballaststoffe

Darmmikrobiota

SCFA (Acetat, Propionat, Butyrat)

Blutkreislauf

Olfaktorische Rezeptoren (OLFR78) in der Niere

Reninfreisetzung

Blutdruckregulation

3. Klinische Bedeutung
Dieses System könnte sich über die Zusammenhänge 
 

  • Darmmikrobiom
  • Ernährung
  • Hypertonie
  • Nierenerkrankungen

erklären.

Zum Beispiel:
Bei Mikrobiom-Dysbiose

  • weniger SCFA-produzierende Bakterien
  • gestörte Blutdruckregulation
  • erhöhtes Hypertonierisiko

4. Neue therapeutische Ideen (aktuelles Forschungsfeld)
Mögliche zukünftige Therapien:

  • Mikrobiom-Therapie
  • Präbiotika (Ballaststoffe)
  • Probiotika
  • Fäkaltransplantation
  • Rezeptor-Targeting
  • OLFR78-Antagonisten
  • OR-Liganden
  • Ernährung
  • SCFA-produzierende Ernährung:
  • Ballaststoffe
  • resistente Stärke
  • fermentierte Lebensmittel

Die zentrale neue Idee der Physiologie lautet:
Der Blutdruck wird nicht nur durch Herz, Gefäße und Niere reguliert —
sondern auch durch Darmbakterien über olfaktorische Rezeptoren.

Weil ich die Darm als die Wurzel der Pflanze Mensch betrachte, gehört bei mir ein Darmbasisprofil und Metabolom mit zum diagnostischen Konzept, bevor Blutdruck einfach nur mit Blutdrucktabletten behandelt wird.
Ein weitere wichtige Regulation des Blutdruckes ist die intravenösse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger, die die körpereigene Prostacyclinproduktion steigert und damit die Blutgefäße erweitert und die Thrombozytenaggregationsfreudigkeit senkt, somit die Mikrodurchblutung fördert und über die Erweiterung des Blutgefäßquerschnittes den Blutdruck reduziert.DOI: 10.1055/s-2002-19945

 

 
 
Cholesterinsenkende Wirkung von Hafer durch mikrobiell produzierte phenolische Metabolite beim metabolischen Syndrom: Eine randomisierte kontrollierte Studie
Außergewöhnliche Gewichtsreduktion

doi.org/10.1038/s41467-026-68303-9

1. Wichtigste Ergebnisse der Studie (Nature Communications 2026)
Cholesterinsenkung durch Hafer
Eine hochdosierte Haferdiät für nur 2 Tage führte bereits zu:

  • LDL-Cholesterin ↓ ca. 10 %
  • Gesamtcholesterin ↓ ca. 8 %

Das ist bemerkenswert, weil:

  • der Effekt nach nur 48 Stunden messbar war
  • der Effekt mehrere Wochen teilweise anhielt

Zum Vergleich:

  • Statine senken LDL typischerweise 15–58 % (je nach Dosis)
  • Hafer liefert also eine relevante, aber mildere Wirkung.

2. Optimale Hafermenge laut Studie
Kurzfristige therapeutische Intervention (wirksam)

  • 300 g Hafer pro Tag
  • aufgeteilt in:
  • 3 Mahlzeiten
  • jeweils 100 g Haferflocken
  • über 2 Tage
  • → entspricht etwa
  • 13,5 g β-Glucan
  • sehr hoher Ballaststoffanteil

Diese Intervention ersetzte komplett die normale Ernährung.

Moderate tägliche Zufuhr (Langzeit)

  • 80 g Hafer pro Tag
  • z. B.:
  • 1 Portion Porridge
  • 1 Portion Overnight Oats
  • über 6 Wochen

Ergebnis:

  • stabile metabolische Marker
  • aber kein deutlicher LDL-Abfall
    → wirkt eher präventiv stabilisierend.

3. Wichtigster neuer Mechanismus (sehr interessant)
Die Studie zeigt erstmals klar:
Die cholesterinsenkende Wirkung kommt nicht nur von β-Glucan, sondern auch von:
mikrobiell gebildeten Phenolen
 besonders:

  • Ferulasäure (FA)
  • Dihydroferulasäure (DHFA)

Diese entstehen, wenn Darmbakterien Haferbestandteile abbauen.

Wirkmechanismus
Diese Stoffe:

  • hemmen die HMG-CoA-Reduktase
  • reduzieren Cholesterinsynthese
  • verändern Lipidstoffwechsel

→ ähnlich wie ein natürlicher Statin-Mechanismus.

4. Rolle des Mikrobioms
Hafer verändert gezielt Darmbakterien.
Besonders relevant:
Erysipelotrichaceae UCG-003
Dieses Bakterium:
steigt nach Haferkonsum an, korreliert mit höherer Ferulasäureproduktion und niedrigerem Cholesterin

Zusätzlich steigen:

  • mikrobiell gebildete Phenole:
  • 2-Aminophenol
  • Vanillinsäure
  • 4-Hydroxyhippurat

Diese wirken:

  • antioxidativ
  • antiinflammatorisch
  • lipidsenkend.

5. Optimale Intervalle laut Studie
Ein sehr spannender Punkt:
Die Autoren empfehlen indirekt eine intermittierende Hochdosisstrategie.
Warum?

  • Effekt bleibt Wochen teilweise erhalten
  • kurze Intervention ist praktikabel.

Empfohlene Intervalle (aus Studiendaten abgeleitet)
Option 1 (metabolisches Syndrom / hohes LDL)

  • 2 Tage Haferkur pro Monat
  • 300 g Hafer täglich

Option 2 (Prävention)

  • 1 Hafermahlzeit täglich
  • 80–100 g Hafer
  • alle 4–6 Wochen eine 2-Tage-Haferkur

6. Optimale Ernährung für Ferulasäurebildung
Damit das Mikrobiom diese Stoffe bildet, braucht es:

1. fermentierbare Ballaststoffe

  • z. B.
  • Hafer
  • Gerste
  • Roggen
  • Hülsenfrüchte
  • Gemüsefasern

2. Polyphenole
z. B.
Beeren
Kakao
grüner Tee
Olivenöl

3. SCFA-fördernde Lebensmittel
→ fördern Darmbakterien
z. B.

  • resistente Stärke
  • gekochte + abgekühlte Kartoffeln
  • grüne Bananen
  • Hülsenfrüchte

7. Optimales Dauer-Ernährungskonzept
Basierend auf der Studie:
Porridge mit

  • Beeren
  • Nüssen
  • Zimt
  • Joghurt oder Kefir
  • Mittag
  • Ballaststoffreich

z. B.

  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse
  • Vollkorn

Abend
Mikrobiomfreundlich
z. B.

  • Gemüse
  • fermentierte Lebensmittel
  • moderate Proteine

Wöchentlich
2–3×:

  • Hülsenfrüchte
  • fermentierte Lebensmittel
  • Vollkorn

Monatlich

  • 2-Tage-Haferintervention – 300 g Hafer täglich

z. B.:
Tag 1–2
Frühstück
100 g Hafer
Mittag
100 g Hafer
Abend
100 g Hafer
mit:
Wasser
Zimt
etwas Obst

8. Erwartbare Effekte (laut Studie)
Bei metabolischem Syndrom:
möglich:

  • LDL ↓ 8–10 %
  • Gesamtcholesterin ↓
  • Darmmikrobiom verbessert
  • Entzündungsmarker ↓
  • Glukosestoffwechsel stabilisiert

Langfristig:

  • kardiometabolisches Risiko ↓
  • Diabetesrisiko ↓
  • Gewichtsregulation verbessert.

9. Wichtig für Gewichtsreduktion
Der Effekt entsteht durch:

  • hohe Ballaststoffe
  • niedrige Energiedichte
  • Mikrobiomveränderung
  • Kalorienrestriktion

Die 2-Tage-Haferkur enthält:
ca.
1100–1200 kcal/Tag
→ wirkt ähnlich wie Intervallfasten.

10. Kurzfazit
Optimales Haferkonzept laut Studie
täglich

  • 80–100 g Hafer

zusätzlich
alle 4–6 Wochen

  • 2 Tage
  • 300 g Hafer pro Tag
  • Ernährung ergänzen mit
  • Polyphenolen
  • fermentierten Lebensmitteln
  • resistenter Stärke
  • Gemüsefasern

➡️ Ziel
Ferulasäureproduktion ↑
Mikrobiom verbessern
LDL ↓
kardiometabolische Risiken ↓

Welches sind die wichtigsten Darmbakterien in diesem Konzept?

1. Bifidobacterium

  • wird stark durch Hafer gefördert.

Effekte:

  • SCFA-Produktion
  • Lipidstoffwechsel verbessern

2. Lactobacillus kann:

  • Gallensäuren abbauen
  • Cholesterin binden

3. Akkermansia muciniphila sehr wichtig für:

  • metabolische Gesundheit
  • Insulinsensitivität

4. Faecalibacterium prausnitzii einer der wichtigsten Butyrat-Produzenten.
Effekte:

  • Entzündungshemmung
  • metabolische Stabilität

5. Erysipelotrichaceae UCG-003
(neuere Studien)
Korrelieren mit:

  • Phenolmetaboliten aus Hafer
  • Cholesterinsenkung

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Mein Fazit:
Wieder geht es um die Stuhalanalyse, die Faserstoffe für das Ambiente der Darmflora als täglich wiederkehrendes Kontinuum der Ernährung, oben rein, unten raus. Vorübergehend kann man auch Probiotika einsetzen. Welche Stämme da sinnvoll sind, ergibt sich aus den Stuhlanalysen.

 
 
Von Thrombozyten stammende, Integrin- und Tetraspanin-reiche Strukturen verschlimmern schwere Entzündungen ... Covid 19
1. Kernaussage des Artikels (Science, 2026)

Der Artikel beschreibt einen neuen Mechanismus der sogenannten Thrombo-Inflammation (Verknüpfung von Gerinnung und Entzündung).

Zentrale Entdeckung
Forscher fanden, dass Thrombozyten (Blutplättchen) bei schweren Infektionen spezielle Membranstrukturen bilden:
PITTs = Platelet-derived Integrin- and Tetraspanin-rich Tethers

Diese Strukturen sind:

  • reich an Integrin αIIbβ3 (GPIIb/IIIa)
  • reich an Tetraspanin CD9
  • lange Membranfortsätze der Thrombozyten

Wie entstehen PITTs?
Unter Strömungsbedingungen im Blut reicht bereits die Bindung von
von-Willebrand-Faktor oder Fibrin an das Integrin αIIbβ3, um:

  • Integrin-Cluster zu bilden
  • Membranfortsätze auszubilden
  • diese Fortsätze von den Thrombozyten abzulösen

Was passiert danach?
Die PITTs:

  • bleiben an Endothelzellen haften
  • binden an Neutrophile
  • lösen dort Kalziumsignale und Aktivierung aus

→ Ergebnis: Verstärkung der Gefäßentzündung.

Gleichzeitig verlieren die Thrombozyten durch die Abgabe dieser Strukturen αIIbβ3-Rezeptoren.
Folge:

  • verminderte Thrombusbildung
  • paradoxe Situation: Entzündung + Blutungsneigung gleichzeitig

Klinische Beobachtung
Bei Patienten mit:

  • schwerem COVID-19
  • Sepsis
  • schweren Infektionen

fanden die Autoren:

  • typische PITT-Morphologie der Thrombozyten
  • vermindertes CD41a / αIIbβ3 auf Thrombozyten

Das korrelierte mit:

  • höherem SOFA-Score
  • ARDS
  • höherer Mortalität

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Fazit
Der Artikel beschreibt einen neuen Mechanismus der Thromboinflammation:
Thrombozyten bilden PITTs, die:

  • Entzündung verstärken
  • gleichzeitig Gerinnungsfähigkeit reduzieren.

Mehrere Laborparameter können Hinweise auf diesen Prozess geben:

  • D-Dimere
  • ApoB/A1
  • LP-PLA2
  • LDL-Subklassen
  • Leukozytendifferenzierung
  • Fibrin-Clot Struktur
  • Kapillarmikroskopie.

Therapeutisch könnten besonders relevant sein:

  • αIIbβ3-Blockade
  • Antikoagulation
  • Endothelprotektion.

Der Mechanismus wird klar bei schweren Infektionen beobachtet.
Für mRNA-Impfungen gibt es bislang keine evidenzbasierte Bestätigung, dass sie denselben Prozess in klinisch relevantem Ausmaß auslösen.

 
Ich gliedere das in 5 pathophysiologische Ebenen und danach in Graduierungen (leicht → kritisch).

1. Kernpanel zur Erkennung von Thromboinflammation
Ein relativ zuverlässiges Basispanel umfasst:

  • Gerinnung
  • D-Dimere
  • Fibrinogen
  • Thrombozytenzahl
  • Thrombozytenfunktion (z.B. PFA-100 / Aggregometrie)
  • Endothelaktivierung
  • von-Willebrand-Faktor (vWF)
  • sICAM-1 / sVCAM-1
  • LP-PLA2
  • Immunreaktion
  • Differenzialblutbild
  • Neutrophil-Lymphozyten-Ratio (NLR)
  • CRP oder IL-6
  • Lipid-Entzündungsprofil
  • ApoB/A1
  • LDL-Subklassen
  • oxidiertes LDL
  • Fibrinstruktur / Fibrinolyse
  • D-Dimere
  • Plasminogen
  • PAI-1
  • Thrombin-Antithrombin-Komplexe (TAT)

2. Besonders aussagekräftige Marker
Wenn man nur 6–8 Parameter auswählen müsste, wären diese wahrscheinlich am besten:

  • D-Dimere
  • Fibrinogen
  • Thrombozytenzahl
  • Neutrophil-Lymphozyten-Ratio
  • vWF-Antigen
  • PAI-1
  • ApoB/A1
  • LP-PLA2

Diese decken ab:

  • Gerinnung
  • Entzündung
  • Endothelstress
  • Lipid-Inflammation.

3. Typische Muster bei Thromboinflammation
Gerinnung

  • MarkerVeränderungD-Dimere↑
  • Fibrinogen↑
  • PAI-1↑
  • TAT-Komplexe↑
  • zeigt Thrombinbildung + Fibrinabbau gleichzeitig
  • Thrombozyten
  • MarkerVeränderungThrombozytenzahlnormal oder ↓
  • MPV↑
  • P-Selektin↑
  • → Aktivierung oder Verbrauch.
  • Immunreaktion
  • MarkerVeränderungNeutrophile↑
  • Lymphozyten↓
  • NLR↑
  • Endothelaktivierung
  • MarkerVeränderungvWF↑
  • ICAM-1↑
  • VCAM-1↑

4. Graduierungen der Thromboinflammation
Man kann das grob in 4 Stufen einteilen.

Grad 0 – keine Thromboinflammation
Labor:
D-Dimere < 300–500
NLR < 2
Fibrinogen normal
Thrombozyten normal
CRP < 1 mg/L
Kapillarmikroskopie:
normale Perfusion.

Grad 1 – subklinische Thromboinflammation
häufig bei:

  • metabolischem Syndrom
  • Atherosklerose
  • milden Infekten

Labor:

  • D-Dimere 500–800
  • NLR 2–3
  • ApoB/A1 > 0.8
  • LP-PLA2 erhöht
  • Fibrinogen leicht ↑
  • Kapillarmikroskopie:
  • leichte Erythrozytenaggregation.

Grad 2 – moderate Thromboinflammation
typisch bei:

schwereren Infekten

  • Autoimmunerkrankungen
  • Long-COVID

Labor:

  • D-Dimere 800–2000
  • NLR 3–6
  • Fibrinogen ↑↑
  • Thrombozyten leicht ↓
  • vWF deutlich ↑
  • PAI-1 ↑
  • Kapillarmikroskopie:
  • Sludge-Phänomen
  • Mikroaggregation.

Grad 3 – schwere Thromboinflammation
typisch bei:

  • COVID-ARDS
  • Sepsis
  • DIC-Vorstufen

Labor:

  • D-Dimere > 2000–5000
  • NLR > 6–10
  • Thrombozyten ↓↓
  • PAI-1 stark ↑
  • TAT-Komplex ↑
  • IL-6 stark ↑
  • Kapillarmikroskopie:
  • Mikrothromben
  • Perfusionsausfälle.

Grad 4 – disseminierte intravasale Gerinnung (DIC)
Labor:

  • D-Dimere extrem ↑
  • Thrombozyten < 50k
  • Fibrinogen ↓
  • PT/aPTT verlängert
  • Schwere Organstörung

5. Ergänzende Spezialmarker (sehr interessant)
Einige Marker sind besonders relevant für Thromboinflammation, werden aber selten gemessen.

  • NETosis
  • MPO-DNA-Komplexe
  • Citrullinated Histone H3
  • zeigen Neutrophil Extracellular Traps.
  • Thrombozytenaktivierung
  • soluble P-selectin
  • CD40L
  • Mikroclots
  • Thromboelastographie
  • Fluoreszenz-Mikroskopie von Fibrin.

6. Ein pragmatisches klinisches Panel
Ein gutes klinisches Screening könnte sein:
Basis

  • großes Blutbild + Differential
  • CRP
  • D-Dimere
  • Fibrinogen
  • Gerinnung
  • PT
  • aPTT
  • Antithrombin
  • Endothel
  • vWF

metabolisch

  • ApoB/A1
  • LDL-Subklassen
  • LP-PLA2

7. Wichtig im Kontext des Science-Artikels (PITTs)
Die Studie deutet darauf hin, dass besonders relevant sind:

  • Thrombozytenfunktion
  • αIIbβ3 Expression
  • Neutrophilenaktivierung
  • vWF Interaktion

Deshalb sind Kombinationen aus:

  • D-Dimere
  • NLR – Ein erhöhtes NLR korreliert oft mit einer erhöhten Thrombozytenaktivierung und einer gestörten plasmatischen Gerinnung.
  • vWF
  • Thrombozyten
  • Fibrinogen

besonders aussagekräftig.

💡 Kurz gesagt
Die zuverlässigsten Marker für Thromboinflammation sind:
D-Dimere + NLR + Fibrinogen + Thrombozyten + vWF + ApoB/A1
Diese Kombination erkennt sowohl:

  • Gerinnung
  • Endothelaktivierung
  • Immunreaktion

und erlaubt auch eine Graduierung der Schwere.
 

 
 
Publikation:
„Intravenöse Sauerstofftherapie erhöht die Aktivität des antioxidativen und antiatherogenetischen Enzyms Paraoxonase-1 im Serum“
Complementary Medicine Research (2005)
DOI: 10.1159/000089012

1. Was in der Studie tatsächlich gemacht wurde
Die Studie untersuchte den Effekt der sogenannten intravenösen Sauerstofftherapie (IVOT) nach Regelsberger.

Therapieprinzip
Patienten erhalten
:

  • kleine Mengen reinen medizinischen Sauerstoffs
  • intravenös injiziert
  • typischerweise mehrfach über mehrere Wochen

Typisches Schema (im Paper beschrieben):

  • etwa 20–40 ml O₂
  • langsam intravenös
  • mehrere Sitzungen (z. B. 10–12 Anwendungen)

2. Ergebnis der Studie
Nach Abschluss der Behandlung zeigte sich:

  • Serum-PON1-Aktivität ↑ durchschnittlich etwa 38 % gegenüber Ausgangswert
  • Weitere Beobachtungen im Paper:
  • HDL-assoziierte antioxidative Aktivität ↑
  • Hinweise auf verbesserte antiatherogene Kapazität
  • Der Effekt war statistisch signifikant.

3. Wie laut Studie die PON1-Aktivitätssteigerung zustande kommt
Die Autoren schlagen folgenden Mechanismus vor:

1️⃣ milder oxidativer Stimulus

  • Intravenös injizierter Sauerstoff führt kurzfristig zu:
  • leicht erhöhtem oxidativem Stress
  • Dieser wirkt als Hormesis-Stimulus.

2️⃣ Aktivierung antioxidativer Enzyme
Der milde oxidative Reiz induziert:

  • antioxidative Enzyme
  • Stressantwort-Gene

darunter:

  • Paraoxonase-1

weitere antioxidative Systeme.

3️⃣ Anpassungsreaktion des antioxidativen Systems
Der Mechanismus entspricht dem Konzept:

  • adaptive oxidative Stressantwort

Ähnlich wie bei:

  • körperlicher Belastung
  • intermittierender Hypoxie
  • Hyperbare-Sauerstoff-Therapie.

4. Interpretation der Autoren
Die Autoren interpretieren die Ergebnisse so:
Erhöhte PON1-Aktivität könnte:

  • LDL-Oxidation reduzieren
  • HDL-antioxidative Funktion verbessern
  • antiatherogene Effekte haben.

Da PON1:

  • oxidierte Lipide hydrolysiert
  • LDL-Peroxidbildung verhindert.

5. Methodische Einschränkungen der Studie
Wichtig für die Bewertung:
Die Studie hat mehrere Limitationen.

  • kleine Stichprobe
  • Patientenzahl relativ gering.
  • keine randomisierte Kontrollgruppe

Es handelt sich eher um:

  • eine Beobachtungsintervention
  • nicht um eine große randomisierte Studie.

Surrogatmarker
Es wurde gemessen:
PON1-Aktivität
nicht:
kardiovaskuläre Ereignisse.

6. Vergleich mit anderen Interventionen (PON1-Änderungen)
Aus anderen Studien ergeben sich ungefähr folgende Größenordnungen.
Interventiontypische Änderung PON1
intravenöse Sauerstofftherapie (diese Studie)≈ +38 %
mediterrane Ernährung+15–25 %
polyphenolreiches Olivenöl+15–30 %
Statine+5–15 %
regelmäßige Bewegung+10–20 %
Gewichtsreduktion+10–15 %
Raucherstopp+10–20 %
(
Fitó et al., Atherosclerosis-Studien)

Der Effekt im Paper liegt also im oberen Bereich der beobachteten Änderungen.

Die Ergebnisse der Publikation DOI: 10.1159/000089012 sind für die Bewertung von HDL-Cholesterin und ApoA1 tatsächlich sehr relevant, weil sie ein zentrales Konzept der modernen Lipidforschung verdeutlichen:

  • HDL-Menge ≠ HDL-Funktion.

Die Studie zeigt, dass die PON1-Aktivität als funktioneller Bestandteil von HDL deutlich variieren kann (hier ~+38 %), ohne dass sich zwingend die HDL- oder ApoA1-Konzentration selbst ändert.
Genau daraus ergeben sich wichtige Konsequenzen für die klinische Interpretation von HDL-Spiegeln und ApoA1.

1. HDL-Cholesterin misst nur die Partikelmenge, nicht die Funktion
HDL-Cholesterin im Labor beschreibt lediglichdie Menge an Cholesterin, die in HDL-Partikeln transportiert wird.
Es sagt nicht aus, wie gut HDL seine wichtigsten Funktionen erfüllt:

  • antioxidativer Schutz (z. B. durch PON1)
  • Cholesterin-Efflux aus Makrophagen
  • antiinflammatorische Effekte
  • endothelprotektive Wirkung.

Die Studie zeigt genau diesen Punkt:
Eine Veränderung der antioxidativen HDL-Funktion (PON1) kann auftreten, ohne dass HDL-Cholesterin zwingend steigt oder fällt.

2. ApoA1 misst die Anzahl der HDL-Partikel
Apolipoprotein A1 ist das Hauptprotein der HDL-Partikel.
ApoA1 korreliert mit:

  • der Anzahl der HDL-Partikel
  • der strukturellen Integrität von HDL.

Deshalb gilt ApoA1 als besserer Marker als HDL-Cholesterin.
Aber auch ApoA1 hat eine wichtige Einschränkung:
👉 Es misst Partikelzahl, nicht deren funktionelle Qualität.

3. Rolle von PON1 im HDL-Komplex
PON1 ist:

  • ein HDL-gebundenes antioxidatives Enzym
  • funktionell eng mit ApoA1 gekoppelt.
  • ApoA1 stabilisiert die Bindung von PON1 an HDL.

Wenn PON1 aktiv ist:

  • HDL verhindert LDL-Oxidation
  • weniger oxidiertes LDL
  • weniger Schaumzellenbildung
  • geringeres Atheroskleroserisiko.

Wenn PON1 niedrig ist:

  • HDL verliert antioxidative Funktion
  • HDL kann sogar proinflammatorisch werden.

4. Konsequenz für die Bewertung von HDL und ApoA1
Die Studie zeigt indirekt:

  • Ein Anstieg der PON1-Aktivität um ~38 % kann auftreten,
  • ohne Veränderung von HDL
  • ohne Veränderung von ApoA1.

Das bedeutet:
HDL-Cholesterin und ApoA1 allein sind unvollständige Risikomarker.

5. Drei Ebenen der HDL-Bewertung

Heute unterscheidet man drei Ebenen:
1️⃣ HDL-Menge
gemessen durch:
HDL-Cholesterin.
Aussagekraft: begrenzt.

2️⃣ HDL-Partikelzahl
gemessen durch:
ApoA1
HDL-Partikel (NMR).
Aussagekraft: besser.

3️⃣ HDL-Funktion
gemessen durch:

  • PON1-Aktivität
  • Cholesterol-Efflux-Kapazität
  • antioxidative HDL-Aktivität.
  • Aussagekraft: am höchsten.

6. Warum sehr hohes HDL manchmal riskant ist
Die Studie hilft auch zu verstehen, warum sehr hohe HDL-Werte paradox riskant sein können.
Wenn HDL zwar hoch ist, aber:

  • PON1 niedrig
  • oxidiertes ApoA1
  • entzündliche HDL-Remodellierung

→ entsteht dysfunktionales HDL.
Das erklärt die U-förmige Risiko-Kurve in großen Kohortenstudien.
DOI 10.3238/PersKardio.2018.03.30.06

doi.org/10.1007/s15027-018-1426-8
DOI: 10.1001/jamacardio.2022.0912

7. Klinische Interpretation eines Lipidprofils
Wenn man HDL beurteilt, sollte man daher unterscheiden:

Fall 1
HDL niedrig
ApoA1 niedrig
PON1 niedrig
→ hohes Risiko.

Fall 2
HDL normal
ApoA1 normal
PON1 hoch
→ protektives Profil.

Fall 3
HDL sehr hoch
ApoA1 hoch
PON1 niedrig
mögliches dysfunktionales HDL.

8. Was die Studie zur Risikobewertung beiträgt
Die Studie zeigt konkret:
Die antioxidative HDL-Funktion kann deutlich moduliert werden, ohne dass sich klassische Lipidmarker ändern.
Das bedeutet für die Praxis:
Die funktionelle Qualität von HDL kann therapeutisch verändert werden, auch wenn HDL- oder ApoA1-Spiegel gleich bleiben.

9. Bedeutung für Therapieziele

Traditionell war das Ziel:

  • HDL erhöhen.

Heute lautet das Ziel eher:

  • HDL-Funktion verbessern.

Wichtige funktionelle Marker:

  • PON1
  • Cholesterol Efflux Capacity
  • HDL-Proteom.

10. Zusammenfassung
Die Studie DOI:10.1159/000089012 zeigt, dass die HDL-assoziierte antioxidative Funktion (PON1) deutlich gesteigert werden kann, ohne dass HDL- oder ApoA1-Spiegel sich zwingend verändern.
Daraus folgt:

  • HDL-Cholesterin misst nur Menge
  • ApoA1 misst Partikelzahl
  • PON1 misst funktionelle Qualität

Für die Risikobewertung von Atherosklerose ist daher die Kombination aus:
ApoA1 + PON1 + oxidativem Status
wesentlich aussagekräftiger als HDL allein.

 
Warum genau PON1-Aktivität und ApoA1-Oxidation eng mit Thromboinflammation und der PITT-Mechanik aus der Science-Publikation verknüpft sind
 
  • PON1 / HDL-Funktion
  • ApoA1
  • oxidiertes LDL
Thromboinflammation und PITTs (Science 2026)
Das ergibt ein biochemisch konsistentes Modell, das erklärt, warum bei schweren Entzündungen oder Infektionen gleichzeitig auftreten können:
  • Mikrothrombosen
  • Gefäßentzündung
  • HDL-Dysfunktion
  • erhöhte kardiovaskuläre Risiken.
Ich gehe das Schritt für Schritt durch.
1. Ausgangspunkt: oxidiertes LDL
Ein zentraler Treiber sowohl von Atherosklerose als auch Thromboinflammation ist:
oxidiertes LDL (oxLDL).

OxLDL entsteht, wenn LDL durch:
  • ROS
  • Myeloperoxidase (MPO)
  • entzündliche Lipoxygenasen
oxidiert wird.

OxLDL hat mehrere Effekte:

  • Aktivierung von Endothelzellen
  • Aktivierung von Neutrophilen
  • Aktivierung von Thrombozyten
  • Bildung von Schaumzellen.
2. Rolle von HDL / ApoA1 / PON1
Normales HDL schützt davor.

HDL erfüllt drei zentrale Funktionen:
1️⃣ antioxidativer Schutz

  • über PON1
PON1 spaltet:
  • oxidierte Phospholipide
  • Lipidperoxide.
→ oxLDL wird reduziert.

2️⃣ Cholesterin-Efflux

  • über ApoA1 / ABCA1.
Makrophagen können:
  • Cholesterin exportieren
  • weniger Schaumzellen bilden.
3️⃣ antiinflammatorische Wirkung
HDL hemmt:
  • NF-κB
  • Endotheladhäsionsmoleküle (VCAM-1, ICAM-1).
3. Was bei Entzündung passiert
Bei systemischer Entzündung (z. B.)
  • Sepsis
  • schwere Infektionen
  • COVID
  • Autoimmunität
passiert folgendes:
  • MPO oxidiert ApoA1
Myeloperoxidase aus Neutrophilen oxidiert ApoA1.
Dadurch:
  • HDL verliert Efflux-Funktion
  • PON1 wird destabilisiert.
  • PON1-Aktivität sinkt
Mehrere Studien zeigen:
PON1 sinkt deutlich bei:
  • Sepsis
  • akuten Infektionen
  • oxidativem Stress.
  • HDL wird proinflammatorisch
Das nennt man:
dysfunktionales HDL.

Eigenschaften:
  • weniger antioxidativ
  • mehr oxidierte Lipide
  • weniger PON1.
4. Konsequenz: mehr oxLDL
Wenn HDL seine Schutzfunktion verliert:
  • → oxidiertes LDL steigt.
oxLDL aktiviert:
  • Endothel
  • Immunzellen.
5. Verbindung zu Thromboinflammation
oxLDL wirkt stark auf:
  • Neutrophile
es induziert:
  • NETosis.
Neutrophile bilden:
  • NETs (neutrophil extracellular traps).
Diese bestehen aus:
  • DNA
  • Histonen
  • Proteasen.
NETs sind extrem prothrombotisch.
Thrombozyten
oxLDL aktiviert:
  • CD36-Rezeptor
  • Integrin αIIbβ3.
Genau dieses Integrin spielt in der Science-PITT-Studie eine zentrale Rolle.

6. Verbindung zum PITT-Mechanismus
Die Science-Arbeit zeigt:
Thrombozyten bilden:

  • PITTs
  • (platelet-derived integrin- and tetraspanin-rich tethers).
Diese Strukturen:
  • enthalten αIIbβ3
  • binden Neutrophile
  • verstärken Entzündung.
7. Wie dysfunktionales HDL das verstärken kann
Wenn HDL nicht mehr schützt:
1️⃣ mehr oxLDL
2️⃣ mehr Neutrophilenaktivierung
3️⃣ mehr NETs
4️⃣ mehr Thrombozytenaktivierung.
Damit steigt:
→ Wahrscheinlichkeit für PITT-Bildung.

8. Kapillarmikrozirkulation
Das führt zu dem, was man häufig sieht bei:

  • Sepsis
  • Long-COVID
  • schweren Infektionen.
Nämlich:
  • Mikrothromben
  • Sludge-Phänomen
  • Kapillarschäden.
9. Warum PON1 hier so wichtig ist
PON1 wirkt als früher Schutzmechanismus.
Wenn PON1 hoch ist:
  • LDL oxidiert weniger
  • weniger NETosis
  • weniger Thrombozytenaktivierung.
Wenn PON1 niedrig ist:
→ Kaskade aus:
oxLDL → NETs → Thrombozyten → Thromboinflammation.

10. Rolle von ApoA1
ApoA1 ist entscheidend für:

  • HDL-Struktur
  • PON1-Bindung.
Wenn ApoA1 oxidiert wird:
  • PON1 verliert Stabilität
  • HDL verliert Schutzfunktion.
11. Das Gesamtmodell
Man kann das so zusammenfassen:
HDL / ApoA1 / PON1
bilden eine antithromboinflammatorische Schutzachse.
Wenn sie funktioniert:
  • LDL-Oxidation ↓
  • NETosis ↓
  • Thrombozytenaktivierung ↓.
Wenn sie gestört ist:
  • oxLDL ↑
  • Neutrophile ↑
  • PITTs ↑
  • Mikrothrombosen ↑.
12. Warum das klinisch relevant ist
Dieses Modell erklärt mehrere Beobachtungen:
  • Sepsis
  • PON1 ↓
  • HDL ↓
  • Thromboinflammation ↑.
  • schwere COVID-Infektion
  • oxidiertes HDL ↑
  • NETs ↑
  • Mikrothromben ↑.
  • Atherosklerose
  • oxLDL ↑
  • PON1 ↓.
13. Warum der 38 %-Anstieg interessant ist
Wenn eine Intervention PON1 um ~38 % erhöht, könnte theoretisch:
  • oxLDL deutlich sinken
  • NETosis reduziert werden
  • thromboinflammatorische Aktivierung sinken.
  • Das ist zumindest biochemisch plausibel.
14. Zusammenfassung
Die Verbindung zwischen den Themen ist:
PON1 / ApoA1 / HDL-Funktion
→ kontrollieren oxidiertes LDL
oxidiertes LDL
→ aktiviert Neutrophile und Thrombozyten
Neutrophile + Thrombozyten
→ bilden NETs und PITTs
→ Thromboinflammation.
 
Mein Fazit:
Bevor wir symptomatisch starten, ein Notfall mit schwerem Infekt und Sepsis erfordert natürlich alles, um zu überleben, aber außerhalb dieser Notfallsituation, sollten wir prüfen, wie die Risikokonstellationen sind und was über Lifestyle, ernährung und ggf. gezielte Ergänzung und die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger regulativ möglich ist.
 
 
DOI: 10.1055/s-2002-19945 Originalia Karl F. Haug Verlag, in: MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG Stimulation der endogenen Prostacyclinsynthese durch intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyvenierung nach Regelsberger) Ergebnisse einer offenen Monocenter-StudieF. J. Kreutzer, V. Nowak

Die Studie DOI: 10.1055/s-2002-19945 (Kreutzer & Nowak) ergänzt die zuvor diskutierten Arbeiten (PON1-Aktivitätsanstieg durch Oxyvenierung, DOI: 10.1159/000089012) um einen zweiten Mechanismus: Eine deutliche Steigerung der körpereigenen Prostacyclin-Synthese (PGI₂).

Wenn man beide Studien zusammen mit den Themen HDL-Funktion, PON1, ApoA1 und Thromboinflammation betrachtet, entsteht ein konsistentes physiologisches Modell, das vor allem Gefäßfunktion und Thrombozytenregulation betrifft.
Ich ordne das Schrittweise ein.

1. Kernergebnis der Prostacyclin-Studie
Die Arbeit untersuchte Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK).
Intervention:

  • intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyvenierung nach Regelsberger)
  • 30–40 ml O₂ intravenös
  • täglich über 4 Wochen

Gemessen wurde im Urin der stabile Metabolit von Prostacyclin:

  • 2,3-dinor-6-oxo-PGF1α

Dieser gilt als Marker für die systemische PGI₂-Produktion.
Ergebnis
Nach Sauerstoffgabe:

Prostacyclin-Metabolit ↑ deutlich (mehrfacher Anstieg)
im Vergleich zum Ausgangswert.

Gleichzeitig:

  • Thromboxan-Metabolite → nahezu unverändert
  • NO-Metabolite → kaum verändert

Der Effekt wurde durch Diclofenac blockiert → Hinweis auf COX-abhängige Prostaglandinsynthese.

2. Bedeutung von Prostacyclin im Gefäßsystem
Prostacyclin (PGI₂) wird hauptsächlich von Endothelzellen gebildet. (Innerste Schicht der Blutgefäße)

Es hat drei zentrale Wirkungen:
1️⃣ Vasodilatation

  • PGI₂ aktiviert den IP-Rezeptor → cAMP ↑

→ Gefäße erweitern sich.

2️⃣ Hemmung der Thrombozytenaggregation

  • PGI₂ ist der wichtigste physiologische Gegenspieler von Thromboxan A₂.
  • MolekülWirkungProstacyclinanti-thrombotisch
  • Thromboxanpro-thrombotisch

3️⃣ Verbesserung der Mikrozirkulation
PGI₂:

  • reduziert Plättchenadhäsion
  • verbessert Kapillarfluss
  • verhindert Mikrothromben.

3. Interpretation der Studienergebnisse
Die Studie zeigt, dass Oxyvenierung offenbar:

  • selektiv die Prostacyclinproduktion steigert,
  • ohne gleichzeitig Thromboxan zu erhöhen.

Das verschiebt das Gleichgewicht in Richtung:

  • anti-thrombotischer Gefäßschutz.

4. Bedeutung für Durchblutung
Die Kombination aus

  • Vasodilatation
  • reduzierter Plättchenaggregation

führt zu:

  • verbesserten hämodynamischen Bedingungen

insbesondere bei:

  • Mikroangiopathien
  • pAVK
  • kapillärer Durchblutungsstörung.

5. Zusammenhang mit Thrombozytenfunktion
Prostacyclin wirkt auf Thrombozyten über:
IP-Rezeptor → cAMP ↑
Folgen:

  • Ca²⁺-Signal ↓
  • GPIIb/IIIa-Aktivierung ↓
  • Aggregation ↓

Das ist besonders relevant im Kontext der PITT-Studie (Science 2026).

6. Verbindung zum PITT-Mechanismus
Die Science-Arbeit zeigte:

  • Thrombozyten bilden unter Entzündungsbedingungen
  • PITTs (integrinreiche Membranfortsätze)

die:

  • Neutrophile aktivieren
  • Gefäßentzündung verstärken.

Die Aktivierung erfolgt über:

  • Integrin αIIbβ3.

Prostacyclin hemmt genau diesen Schritt

  • PGI₂ → cAMP ↑ → Integrinaktivierung ↓

Damit sinkt:

  • Thrombozytenadhäsion
  • αIIbβ3-Clustering
  • potenziell auch PITT-Bildung.

7. Verbindung zur HDL / PON1-Achse
Die vorher diskutierte Achse war:

  • HDL – ApoA1 – PON1

Diese reduziert:

  • oxidiertes LDL
  • neutrophile Aktivierung
  • Thrombozytenaktivierung.

Die Prostacyclinwirkung ergänzt diese Achse.

Man kann das Modell so darstellen:

  • SchutzmechanismusWirkungPON1oxidiertes LDL ↓
  • ApoA1Cholesterin-Efflux
  • ProstacyclinThrombozytenaggregation ↓

Gemeinsam reduzieren sie:

  • Thromboinflammation.

8. Rolle der Eosinophilen
Die Studie beobachtete auch:
Eosinophilie unter Therapie
Das ist interessant, weil Eosinophile:

  • Leukotriene
  • Prostaglandine

produzieren können.

Einige Hypothesen:

  • Immunmodulation durch Sauerstofftherapie
  • Aktivierung der Arachidonsäurekaskade.

9. Gesamtmodell der Sauerstofftherapie
Die beiden diskutierten Studien zeigen zwei parallele Effekte:
antioxidative Achse

  • Oxyvenierung →
  • PON1 ↑ → LDL-Oxidation ↓

vasoprotektive Achse

  • Oxyvenierung →
  • Prostacyclin ↑ → Thrombozytenaggregation ↓

10. Konsequenzen für Gefäßfunktion
Zusammen ergibt sich:
Effekt : Ergebnis: PON1 ↑ ->weniger oxLDL
                            Prostacyclin ↑ ->weniger Thrombozytenaggregation
                            Vasodilatation ->bessere Durchblutung
                            weniger Mikrothromben ->bessere Mikrozirkulation

11. Bedeutung für arterielle Verschlusskrankheit
pAVK ist geprägt durch:

  • Endothelfunktionsstörung
  • Mikrothrombosen
  • reduzierte Vasodilatation.

Prostacyclinsteigerung kann daher theoretisch:

  • Perfusion verbessern
  • Claudicatio reduzieren.

12. Kritische Bewertung
Trotz der physiologischen Plausibilität:
kleine Fallzahl
offene Studie
keine randomisierte Kontrolle.
Die Ergebnisse sind daher hypothesengenerierend, nicht endgültig beweisend.

13. Einordnung im modernen Kontext
Das Modell passt erstaunlich gut zu modernen Konzepten:

  • Thromboinflammation = Kombination aus
  • oxidativem Stress
  • Thrombozytenaktivierung
  • Endothelstörung.

Die drei wichtigsten Gegenspieler sind:

  • HDL / PON1
  • Prostacyclin
  • Stickstoffmonoxid

14. Fazit
Die Studie DOI: 10.1055/s-2002-19945 zeigt, dass intravenöse Sauerstofftherapie:
die endogene Prostacyclinproduktion deutlich steigert

ohne gleichzeitig prothrombotisches Thromboxan zu erhöhen.

Das führt zu:

  • Vasodilatation
  • Hemmung der Thrombozytenaggregation
  • Verbesserung der Mikrozirkulation.

Im Zusammenspiel mit der PON1-Steigerung aus der zweiten Studie entsteht ein plausibles Modell für:
antioxidativen und antithrombotischen Gefäßschutz.

 

 
 
Wenn man Prostacyclin (PGI₂), PON1 und HDL/ApoA1 zusammen betrachtet, erkennt man tatsächlich ein integriertes vaskuläres Schutzsystem, das mehrere Ebenen der Gefäßhomöostase stabilisiert. Interessanterweise brechen genau diese Mechanismen bei Sepsis, schweren Infektionen, COVID-19, pAVK und anderen thromboinflammatorischen Zuständen häufig gleichzeitig ein.

Ich beschreibe zuerst das Schutzsystem, dann wie es zusammenbricht, und schließlich welche Konsequenzen das für Durchblutung und Thrombozytenfunktion hat.

1. Das physiologische Schutzsystem der Gefäße
Im gesunden Gefäß wirken mehrere Mechanismen zusammen, um Thrombose und Entzündung zu verhindern.

1️⃣ Prostacyclin (PGI₂) – antithrombotischer Schutz
Wird vom Endothel gebildet.
Wirkungen:

  • Vasodilatation
  • Hemmung der Thrombozytenaggregation
  • Stabilisierung der Mikrozirkulation

Mechanismus:

  • PGI₂ → IP-Rezeptor → cAMP ↑ in Thrombozyten

→ Integrin αIIbβ3 wird gehemmt
→ Aggregation ↓.

2️⃣ HDL / ApoA1 – struktureller Schutz
HDL hat mehrere Funktionen:

  • Cholesterintransport aus Makrophagen
  • Hemmung endothelialer Entzündung
  • Transport antioxidativer Enzyme.

ApoA1 stabilisiert:

  • HDL-Struktur
  • Bindung von PON1.

3️⃣ PON1 – antioxidativer Schutz
PON1 ist ein HDL-gebundenes Enzym.
Es spaltet:

  • oxidierte Phospholipide
  • Lipidperoxide.

Ergebnis:

  • oxidiertes LDL ↓

Damit werden verhindert:

  • Schaumzellen
  • Endothelaktivierung
  • neutrophile Aktivierung.

2. Zusammenspiel dieser drei Systeme
Die drei Mechanismen greifen ineinander:
System:Wirkung: Prostacyclin ->Thrombozytenaggregation ↓
                            HDL/ApoA1 ->Entzündung ↓
                            PON1 ->oxidiertes LDL ↓

Gemeinsam verhindern sie:

  • Mikrothrombosen
  • Gefäßentzündung
  • Endothelstress.

3. Was bei schwerer Entzündung passiert
Bei Zuständen wie

  • Sepsis
  • schweren Infektionen
  • COVID
  • systemischer Entzündung

werden alle drei Schutzmechanismen geschwächt.

4. Abfall von HDL und PON1
Viele Studien zeigen:
Bei Sepsis sinken:

  • HDL
  • ApoA1
  • PON1.

Ursachen:

  • akute Phase Reaktion
  • oxidativer Stress
  • Umbau des HDL-Proteoms.
  • HDL wird dabei oft zu „dysfunktionalem HDL“.

5. Oxidation von ApoA1

  • Neutrophile setzen Myeloperoxidase (MPO) frei.
  • MPO oxidiert ApoA1.

Konsequenzen:

  • HDL verliert Effluxfunktion
  • PON1 löst sich vom HDL
  • antioxidativer Schutz sinkt.

6. Zunahme von oxidiertem LDL
Wenn PON1 sinkt:
→ oxidiertes LDL steigt.
OxLDL aktiviert:

  • Endothel
  • Thrombozyten
  • Neutrophile.

7. NETosis und Thromboinflammation
Aktivierte Neutrophile bilden:

  • NETs (neutrophil extracellular traps).

NETs:

  • binden Thrombozyten
  • aktivieren Gerinnung.

Das verstärkt Mikrothrombosen.

8. Verbindung zur PITT-Studie
Die Science-Studie zeigte:

  • Thrombozyten bilden bei Entzündung
  • PITTs
  • (Integrin-reiche Membranfortsätze).

Diese:

  • binden Neutrophile
  • verstärken Gefäßentzündung.

PITTs entstehen über:

  • Integrin αIIbβ3.
  • 9. Rolle von Prostacyclin in diesem Kontext

Prostacyclin wirkt genau hier gegen.
PGI₂:

  • erhöht cAMP in Thrombozyten
  • hemmt Integrinaktivierung.

Damit reduziert es:

  • Thrombozytenadhäsion
  • Mikrothromben
  • thromboinflammatorische Reaktionen.

10. Mikrozirkulation
Wenn alle Schutzsysteme funktionieren:

  • Kapillaren bleiben offen
  • Blutfluss stabil
  • Endothel intakt.

Wenn sie zusammenbrechen:

  • Mikrothromben
  • Sludge-Phänomen
  • Kapillarverschluss.

Das sieht man bei:

  • Sepsis
  • ARDS
  • schwerer COVID.

11. Bedeutung für arterielle Verschlusskrankheit
Bei pAVK besteht oft:

  • Endothelstörung
  • reduzierte Prostacyclinproduktion
  • oxidativer Stress.

Eine Therapie, die:

  • PON1 erhöht
  • Prostacyclin steigert

kann theoretisch:

  • Mikrozirkulation verbessern
  • Thrombozytenaktivität reduzieren.

12. Das integrierte Modell
Man kann das System so darstellen:
Endothelschutzsystem
HDL / ApoA1

PON1

weniger oxidiertes LDL

weniger neutrophile Aktivierung

weniger Thromboinflammation.

Parallel:
Prostacyclin

Thrombozytenaggregation ↓

Mikrozirkulation stabil.

13. Wenn dieses System kollabiert
Bei schwerer Entzündung:
HDL ↓
ApoA1 oxidiert
PON1 ↓
Prostacyclin ↓.
Folge:
oxLDL ↑
NETosis ↑
Thrombozytenaktivierung ↑
Mikrothrombosen ↑.

14. Fazit
Prostacyclin, HDL/ApoA1 und PON1 bilden zusammen ein vaskuläres Schutznetzwerk, das:
oxidative Schäden
Thrombozytenaktivierung
Gefäßentzündung
kontrolliert.

Wenn dieses System gestört wird, entstehen Zustände von Thromboinflammation, wie sie bei

  • Sepsis
  • schweren Infektionen
  • pAVK

beobachtet werden.
 

 
Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

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Dr. med. Dirk Wiechert

Facharzt für Allgemeinmedizin

 

Praxis Ritterhude

Lesumstoteler Str. 65 • 27721 Ritterhude • Tel. 04292 – 2921 • Anfahrt

 

Praxis Bremen

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