Gesundheitsnewer vom 16.01.2021- Neues zu Covid und zu den Mitochondrien sowie Babies

von | 16. Januar 2021

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 16.01.2021
 
Alle Kontakte sollen reduziert werden – Grippe und Erkältung finden dank der Masken und des Abstands kaum statt, aber SARS-COV-2 schafft es?! Die Hauptkontaktpersonen, wie Kassierer/-innen und Busfahrer/-innen, sind in den Medien noch nicht als besonders gefährdete Gruppe gemeldet worden, habe ich da etwas überlesen? Schwer vorerkrankte Menschen wurde geimpft und verstarbensollte es eine diesbezügliche Vorauswahl geben? Eine Impfung soll ja einen Nutzen für den Impfling bringen. Norwegen hat diese Regelng bereits getroffen!
Diejenigen, die schwerer erkranken (Infos dazu im Abschnitt „Was kann man selber tun?“), werden seltenst auf die Vitalstoffversorgung untersucht und die Suche nach Koinfektionen (PCR-Muliplex respiratorisch) wird ebenfalls selten kommuniziert.
Wir werden mit dem Virus in Zukunft leben müssen und wir müssen einen Modus vivendi finden, das Virus in unser Leben zu integrieren. Die Meinungen zum Vorgehen sind in der Gesellschaft  gespalten, Sie sollten allerdings nicht dazu führen, dass Sie sich soweit isolieren, dass Sie Ihre Arzttermine absagen oder vereinsamen, denn es gibt auch noch ein Leben vor dem Tod. Die Notwendigkeit der Optimierung  unseres Immunsystems und die Achtsamkeit für uns selbst sehe ich als wichtige Botschaft, die uns diese Krise mitteilt.

Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

Iin meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen

Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn

Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets

benannt werden!

Heute geht es vornehmlich um die Mitochondrien.

Am letzten Mittwoch hatte ich einen Online-Vortrag bei Biovis, der auf dem ersten Vortrag aufbaute und dem auch ein dritter folgen wird.
 

 
Die Themen:
 
 
Informationen zur Mitochondrienfunktion in Vorbereitung auf die Erklärung des BHI, des bioenergetischen Health Index.

Der Vortrag knüpft an den Vortrag, den ich letztes Wochenende veröffentlichte, an.

Sie erfahren in diesem Vortrag in Ergänzung zu Teil 1, was es mit der Laktatbildung auf sich hat, was das mit dem Crabtree-, Warburg- und Pasteur-Index zu tun hat, welche Bedeutung die Mitochondrien für das Immunsystem haben und warum die Optimierung der mitochondrialen Mikronährstoffe eine Schlüsselfunktion der Zellregeneration besetzt. Dabei werden inhaltliche Angaben zu Se, Zn, Cu, Mb, Vitamin C, E, A, Co Q10, Carnitin gemacht.
Erratum: Das Glutathion besteht aus Glycin, Glutamin, Cystein, das Selen ist Teil der Glutathionperoxidase, also des Glutathionstoffwechsels und nicht des Glutathions selbst.

 
 
Review zur Bedeutung der mitochondrialen Funktion
 
Wenn Sie sich den hier verlinkten Artikel erarbeiten, an dem auch ich noch intensiv lese und recherchiere, denn das muss ja alles neben meiner Praxistätigkeit erfolgen, dann werden Sie erkennen, dass hier der Schlüssel für die physiologischen Auswirkungen auf die Kenntnisse der Gesundheits- sowie der Krankheitsentstehung und der Selbstheilungspotenz der Lebewesen begründet ist.

Der Artikel beschreibt z.B. die Bedeutung der Dynamik der Cristaemembran an der Entstehung des Diabetes mellitus und des M. Parkinson.

Die Autoren sind allerdings keine Ärzte, sondern Molekularbiologen am Institut für Biochemie und Molekularbiologie I der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.
Was diese genialen Köpfe also denken, erreicht die Kongresse der Ärzte, die Sie konsultieren, nicht.

Daher wünsche ich mir den Austausch dieser Informationen auf einem Niveau, das dazu führt, dass die tägliche Therapie davon profitiert.
 

 
 
M. Parkinson verstärkt sich durch zirkulierende mitochondriale DNA

Beim M. Parkinson mangeln sogenante Parkin- oder PINK-1-Proteine. Die Veränderung der damit verbundenen Genexpression behindert die Mitophagie, also das Aufräumen oder Aufessen untauglicher, fehlerbehafteter Mitochondrien, so dass die Zellen sich mit unfähigen Mitochondrien zumüllen. Dieses Zumüllen führt wiederum dazu, dass bei einer Überladung der Zelle, dieser Zellmüll mit freier mitochondriale DNA auch in die Blutbahn gerät und dort eine Entzündungsreaktion auslöst. Dabei wird insbesondere IL-6 vermehrt gebildet.
BRAIN 2020: 143; 3041–3051. M. Borsche et al. Doi: 10.1093/brain/awaa246

Sowohl die freie mtDNA als auch das IL-6 kann man im Blut zuverlässig erfassen und damit auch die Wirksamkeit der Therapie überwachen. Ich arbeite hier mit dem Labor MMD zusammen.

Die Verlinkung auf das IL-6 zeigt auch, bei welchen anderen Erkrankungen diese Proentzündlichkeit, diese silent inflammation, dieser Kontakt zu Zellmüll, die sogenannten PAMPs und DAMPs von Bedeutung sind, wenn es darum geht, die Mitochondrienfunktion wieder herzustellen.

Bei Pamps geht es dabei vornehmlich um den Einfluss von Mikroorganismen und Krankheitserregern, also Darmfloradysbiose, Leaky Gut Syndrom, chronische Infekte, Hygieneprobleme aber ggf. auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stichwort ALCAT-Test.

DAMPS sind dagegen Alarmine oder Dangermoleküle, die dann in die Blutbahn gelangen, wenn die Zelle keinen natürlich über die Mirochondrien eingeleiteten Zelltod, sondern eine Nekrose, einen unfallähnlichen Tod erleidet. Das kann ebenfalls beim ALCAT-Test erfolgen, wenn die neutrophilen Granulozyten platzen und den gesamte  Zellinhalt freigeben. Manche Menschen empfinden danach dann einen zwingenden Schlafdrang.

 
 
Bedeutung der Alarmine im frühkindlichen Alter

Diese Alarmine sind in der Kindheit von besonderer Bedeutung, wenn es darum geht den Anpassungsprozess des kindlichen Imunsystems im Kontakt zur Umwelt zu steuern. Die Muttermilch liefert dem Kind ebenfalls wertvolle Alarmine.

Frühgeburten und Kaiserschnittgeburten bilden dennoch weniger Alarmine aus und entwickeln dadurch häufiger eine gestörte Besiedlung des Darms mit gesunder Darmflora.
DOI:https://doi.org/10.1053/j.gastro.2020.08.019
Ein frühkindlicher Alarminmangel begünstigt also Dysbiosen, Leaky-Gut-Syndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Beachten Sie bitte meine Artikel zur potentiellen Schwangerschaft, Schwangerschaft und Stillphase. Das Foto finden Sie in dem Quecksilbervideo zur Hirnentwicklung.

 
 
Die Sterberate wird durch die Anzahl der Kopien der mitochondrialen DNA im Verhältnis zur Zellkern-DNA und der Methylierung beeinflusst.

Die Sterberate jeglicher weiteren Ursache aber speziell der Herzkranzgefäß- und Herz-Kreislauf-Erkrankung wird mitochondrial gesteuert. Studien zeigen hier die Bedeutung der Anzahl der mtDNA-Kopien im Verhältnis zur Zellkern-DNA auf, also dem Verhältnis von mtDNA: nDNA, wie wir es in dem Testprofil: „Mitostress“ ausgewertet sehen. Ergänzend ist die Ermittlung der Methylierung von Bedeutung, die auch für unser Lernverhalten und neuropsychiatrische Erkrankungen wie Depression, Schizophrenie etc. von Bedeutung ist. Hier kommt es auch oft zu einer Verminderung der Ausprägug des BDNF der die Plastizität des Gehirns beeinflusst.
doi.org/10.1186/s13073-020-00778-7
doi.org/10.1038/s41386-020-0780-2

 
Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
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