Gesundheitnewsletter vom 23.05.2020

von | 22. Mai 2020

 
Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 23.05.2020
 
Entschleunigung unter einem fantastischen sonnigen Wolkenbild
 
Die Themen
 

 
 
Vitamin B3-Mangel ist nicht selten und gilt als Risikofaktor bei Infektionen, auch bei COVID19.

Das Vitamin B3 ist eigentlich kein echtes Vitamin, denn der Körper kann es sich auch der Aminosäure Tryptophan und sogar aus der Aminosäure Apsraginsäure bilden. Beide Aminosäuren messe ich bei meinen Patienten zu etwa 90% als im Mangel befindlich. Der B3-Wert muss in einem dunklen Blutröhrchen abgenommen und ins Labor gegeben werden. Die Werte liegen in ca. 70% der Fälle in der unteren Norm und in ca. 10 % der Fälle im absoluten Mangel.
Leichtere Niacin-Mangelerkrankungen sind unspezifisch: Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen.

Prof. Dr. Schreiber, Leiter von der COVID19-Abteilung am Universitätsklinikum Kiel will durch dessen Ergänzung die Erfolgschancen der Patienten verbessern, wie die CME-SpringerMedizin 2020; Jg 17; Nr.5 vermeldet.
Prof. Thoennissen beforschte dieses Phänomen bereits 2012 im Hinblick auf die Wirkung der neutrophilen Granulozyten auf Bakterien.

Das Vitamin B3 wirkt offenbar als epigenetischer Modulator und aktiviert den Transkriptionsfaktor C/EBPε. Dieser ist im im Knochenmark an der Blutbildung (Myelopoese) und damit an der Vermehrung der Leukozyten beteiligt ist. Insbesondere die neutrophilen Granulozyten, spielen im angeborenen Immunsystem eine wichtige Rolle bei der aktiven Bekämpfung von Krankheitserregern.  doi: 10.1172/JCI62070

Das Vitamin B3 ist ein wesentlicher Bestandteil der Oxidoreduktasefunktionen in den Mitochondrien und damit auch in den Funktionen der Granulozyten und Lymphozyten.

B3 ist Kofaktor der Bildung der Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. Ein Mangel verändert dann auch die Psyche und die Organdurchblutung, die ja gerade bei den COVID19-Infektionen von besonderer Bedeutung ist. Hier liegt der Schwerpunkt allerdings auf der erhöhte Gerinnungsaktivität und den Anstiegen der D-Dimere.

 
 
Migräne quält – Vitamin-D-Mangel verstärkt die Qual!

Ein Vitamin-D-Mangel ist auch in Deutschland keine Seltenheit. Die Migräne ist auch nicht selten. Die Sequenzierung der mitochondrialen DNA zeigt auch gewisse Veranlagungen dazu. Sind diese erworben, besteht auch die Chance, diese wieder loszuwerden.

Die Ausprägung ist daher mit Faktoren, die auch die Aktivität solcher Genabschnitte und die mitochondriale Funktionen zum Ziel haben, zu beeinflussen.

Ein Faktor ist offensichtlich das Vitamin D, weitere Faktoren lassen sich in der Anamnese und Labordiagnostik erfassen.
doi: 10.2147/JPR.S216314

 
 
Zecken übertragen nicht nur Borrelien und FSME, sondern auch…

Zecken übertragen nicht nur Borrelein und FSME, sondern auch Anaplasmen, Rickettsien, Coxiellen, Babesien und Bartonellen übertragen. Die werden im Gegensatz zu der Viruserkrankung FSME, zwar auch mit den klassischen Antibiotika behandelt, wenn man jedoch nur nach den Borrelien schaut und nur beim Erythema migrans oder einem fühen AK-Nachweis behandelt, nicht erfasst. Ob es hier, wie bei den Borrelien auch Antiibiotikaresitenzen gibt, wurde bisher nicht erforscht. (Mäuse mit 3-fach-Antibiose über länger als 1 Jahr: www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4681354/)
 
Affen hatten mit und ohne Antibiose mit Doxycyclin über drei Wochen überlebensfähige Borrelien n den verschiedensten Geweben – der AK-Tes twar negativ.
journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0189071
 
Eine Dauerantibiose ist keine Lösung bei rezidivierenden Beschwerden – ein aktuelle Studie zeigt vergleichbare Ergebnisse der Gruppen mit und ohne Antibiose in der Langzeitbeobachtung. Antibiotike schädigen Mirochondrien.
 
Natürliche Substanzen, wie das Resveratrol aus dem Knöterich, können bei der Mitochondrienfunktionsregeneration helfen und wirken wohl auch bei der Bewältigung eines Borrelieninfektes.
doi.org/10.3389/fmed.2020.00006

Rickettsien gelten als die Ursprünge der Mitochondrien.

Mit PCR aus dem Vollblut kann man erfassen, ob diese Erreger im Moment aktiv und somit ursächlich für die geklagten Beschwerden sind.
 

 
 
Die Praxis Dr. Wiechert zieht im zweiten Halbjahr 2020 um, aber wohin?
 
Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
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Lesumstoteler Str. 65 • 27721 Ritterhude • Tel. 04292 – 2921 • Anfahrt

 

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