Studienergebnisse zu Psychosen und dem Omega-3-FS-Spiegel der betroffenen Patienten

von | 20. November 2014 | Publikationen

Das bei Hirnerkrankungen, die mit psychischen Veränderungen einhergehen auch Veränderungen der Fettsäurezusammensetzung bestehen, ist allgemein bekannt. Die logische Schlußfolgerung daraus, nämlich diese Werte zu kontrollieren und zu optimieren und weitere Störeinflüssse, wie Glutathionmangel und Cystinmangel als limitierender Faktor für die Glutathionbildung zu erfassen und zu beheben, wird nicht umgesetzt, geschweige dann von den Kassen ersetzt.
Forschungsgruppen der Universität in Melbourne und der Universität in Wien haben auf der IEPA Conference 2014 in Tokio ihre Studienergebnisse über eine nach 6.7 Jahren durchgeführten Verlaufsuntersuchung von 81 Studienteilnehmern vorgestellt. 41 der Teilnehmer hatten über 12 Wochen ein Omega-3-Fettsäure-Mittel eingenommen. In der Ergänzungsgruppe erkrankten 10 Prozent und in der Placebogruppe 40 Prozent an einer Psychose. Somit kann man zum einen formulieren, dass man diesen Fettsäurespiegel bei Hirnerkrankungen jeglicher Art und bei Psychosen im Besonderen, messen sollte. Eine Ergänzung ist dann bei Mängeln sicherlich begründet. Eine Optimierung der Werte wäre wünschenswert. Ein wenig paradox erscheint mir allerdings die lange Schutzwirkung, da andere Studien mit Ein- und Auswaschphase von jeweils 8 Wochen anzeigen, dass die Fettsäurespiegel bei Karenz der Substitution sehr schnell wieder fallen. Es bleibt also offen, warum hier eine 12-wöchige Einnahme einen so langen Effekt haben kann. Eine mögliche Erklärung wäre das Ausheilen einer silent inflammation im Gehirn der Betroffenen, denn dafür werdenResolvine benötigt, deren Bildung vom Vorhandensein von EPA und DHA abhängig ist.
Studien zu Omega-3-Fettsäuren:Tabellarische Auflistung mit Abstracts
Fischöl beugt Psychosen vor
Omega-3-Fettsäure bei Schizophrenie
Eine weitere Auflistung von Studien zu Erkrankungen mit Mangel an Omega-3-Fettsäurespiegeln
 

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