pAVK, Diagnostik und konservative Therapie in Bremen und Ritterhude

von | 30. Dezember 2012 | Publikationen

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK, eine Durchblutungsstörung, auch als Schaufensterkrankheit bekannt und dann Claudicatio intermittens genannt, kommt zunächst mit verschiedenen Symptomen daher. Charakteristisch ist der ziehende Muskelschmerz bei Bewegung, der durch Ruhe schnell gelindert werden kann, aber auch der nächtliche Ruheschmerz in Zehen und Füßen, der sich von nächtlichen Wadenkrämpfen unterscheidet und dadurch besser wird, dass man das Bein aus dem Bett heraushängen läßt. diese Symptome entwickeln sich über Monate und Jahre, könne aber in der Vorsorgeuntersuchung mit dem Knöchel-Arm-Druck-Index und der Analyse der Pulswelle auch frühzeitig entdeckt und dann konservativ, also ohne Operation oder Katheter, angegangen werden.
Die Schaufenstererkrankung ist eine Durchblutungsstörung der Beinarteien und wird auch Claudicatio intermittens oder periphere arterielle Verschlusskrankheit, pAVK, genannt. Der NDR hat dazu einen Film verfasst.
Ein ganz gravierender Risikofaktor ist das Rauchen und es sind nicht nur die Beine, sondern auch Gehirn, Herz und Niere von der Gefäßverengung und der Gefäßstarre betroffen. Diese Verengung besteht nicht nur in den großen Arterien, deren Puls man fühlen kann, wenn Sie denn nicht zu steif oder starr sind, sondern das schon frühe Problem liegt in den kleinsten Blutgefäßen, den Kapillaren.
An zweiter Stelle der Risikopatienten stehen die Hypertoniker, also die mit dem hohen Blutdruck und die Diabetiker, also die mit den hohen Zuckerwerten, aber auch die Patienten mit den erhöhten Fett- und Cholesterinwerten.
Der Bluthochdruck tritt bereits dann auf, wenn das Blut nicht mehr mit normalem Druck durch die kleinsten Blutgefäße transportiert werden kann. Ursache können z. B. Gefäßverengungen durch Entzündungen oder Einlagerungen in der Gefäßwand sein oder das Blut ist zu dickflüssig. Für die Dickflüssigkeit kann eine zu geringe Flüssigkeitsmenge verantwortlich sein, dann ist das so wie mit den Beeren bei der Marmelade, die durch den Trichter sollen oder bei dem Aufgesetzten. Aber auch die Zusammensetzung des Blutes mit zuviel Fett ist hinderlich. Dann verstopft das Fett sogar die kleinsten Blutgefäße. Bei Knochenbrüchen können z. B. sogar größere Fetttropfen aus dem Knochen mark ins Blut gelangen und eine Fettembolie auslösen. Die Entzündung kann durch freie Radikale wie wir sie produzieren oder in der Nahrung finden erzeugt werden. Das sind z.B. die AGE´s, advanced glycation endproducts, die man nicht nur selbst produziert, sondern z. b. auch mit verarbeiteten Wurst- und Fleischwaren zu sich nimmt, oder die Acrylamide, dei bei zu heißem Erhitzen von Kohlenhydrate entsstehen oder Benzpyrene, die entstehen, wenn wir das Fett zu sehr erhitzen. Entzündung kann auch durch die Falsche Zusammenstzung der Fette entstehen, wenn nämlich der Anteil an Linolsäure, die äusserlich sogar entzündungshemmend wirkt und der Arachidonsäure zu hoch ist. Wichtig ist hier das richtige Verhältnis von Omega6 zu Omega 3-Fettsäure, alsoe AA/EPA.
Neben der Diagnostik mit der Knöchel-Arm-Druck-Index-Bestimmung und der graphischen Darstellung der Pulswellen biete ich die ursachenorientierte Korrektur der Risikofaktoren an und für die Gefäßerweiterung über das Prostacyclin und die Entzündungshemmung, wie si durch die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger möglich ist, an. Ganz nebenbei bessert sich dadurch auch die erektile Dysfunktion, also die nicht ausreichende oder ausreichend lange Härte des Penis, sofern die Ursache in einer Durchblutungsstörung liegt.
pAVK-Sportgruppen arbeiten an dem Leitsatz, dass durch eine wiederkehrende Sauerstoffnot der Reiz für die Neubildung von Blutgefäßen gesetzt wird. Dieser Effekt wirkt aber leider nicht nur lokal, so dass sich auch eine nachteilige Auswirkung auf die feuchte Maculadegeneration ergeben könnte.
Eine Videosammlung zur klassischen Diagnostik und Therapie finden sie hier.
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