Omega-3-Fettsäuren schützen vor Makuladegeneration

von | 31. August 2014 | Publikationen

Die Medical Tribune (49. Jahrg., Nr. 35, 29.August 2014) berichtet aus einer Pressemitteilung der Harvard Medical Schoolüber die Versuche einer Augenforschergruppe um Dr. Kip Connor in Boston, die Mäuse mit drei verschiedenen Diäten fütterten und schon nach zwei Wochen mittels Laserbehandlung eine Blutgefäßneubildung im Auge in Gang setzten. Mit dieser Gefäßneubildung gehen auch Leckagen der Blutgefäße einher, die aber in der Gruppe, der mit reichlich Omega-3-Fettsäure gefütterten Mäuse, deutlich geringer ausfiel. Die Fettsäureanalyse zeigte dann einen besonders hohen Anteil an EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docohexaensäure). Da die Gefäßneubildung hier mit einem nahezu nebenwirkungsfreien Nahrungsmittel so deutlich zu beeinflussen ist, sehen die Forscher ein großes therapeutisches Potential für diese Fettsäuren.
…EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docohexaensäure). Da die Gefäßneubildung hier mit einem nahezu nebenwirkungsfreien Nahrungsmittel so deutlich zu beeinflussen ist, sehen die Forscher ein großes therapeutisches Potential für diese Fettsäuren.
Diese Fettsäuren mussten die Tiere aus der Alpha-Linolensäure selbst aufbauen. Der Mensch kann dieses zu maximal 10 % und müsste daher diese tierische Form der Omega-3-Fettsäure ergänzen. Die Eicosanoide sind die Grundlage für die Bildung körpereigener Prostaglandine, die für ganz viele Stoffwechselprozesse notwendig sind. Die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger, die Oxyvenierung, begründet einen Großteil ihrer Wirkung auf ihren Einfluss auf die Prostaglandinbildung. Daher untersuche ich regelmäßig den Fettsäurestatus der Patienten, so dass im Allgemeinen sowieso, aber für die Makuladegeneration im Besonderen, die Optimalwirkung erzielt werden soll. Bei der Makuladegeneration handelt es sich um eine häufigste Ursache der Erblindung im Alter in den Industriestaaten. Erklärungen zur Ursache liefert der Link.

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