Krebs ist kein Notfall wie ein Herz- oder Hirninfarkt

von | 20. Mai 2012 | Publikationen

Was kann ich tun, damit ich im Fall des Falles möglichst eigenverantwortlich über meine Therapieform entscheiden kann?die Diagnose Krebs ist angstbesetzter als Herz- oder Hirninfarkt, ohwoh diese unmittelbar zum Tod führen können und Krebs eher chronisch verläuft. die Angst lähmt aber oft und Patienten berichten rückblickend, dass sie sich in einem Film befunden haben, in dem sie die Kontrolle über die Therapieform verloren haben. Ihre sonstige Gepflogenheit sich eine zweite Meinung zu holen, einen Sachverhalt umfassend zu prüfen, sei Ihnen wegen der Angst und dem blinden Vertrauen zum Therapeutenteam abhanden gekommen.Ab dem vierzigsten Lebensjahr kennt normalerweise jeder Mensch mindestens einen Krebspatienten persönlich. Es ist also sinnvoll sich mit dieser Thematik grundsätzlich zu beschäftigen, bevor man damit konfrontiert wird.
DefinitionKrebsKrebsgeschwulstMalignomMaligne NeoplasieMaligner TumorEpithelial = CarcinomMesenchymal = Sarkom                         
                              Blutkrebs = Blastose, Lymphom, Leukämie
     Kommt Krebs plötzlich ?Nein, meistens ist er schon seit vielen Jahren, bis zu dreißig Jahre, im Körper vorhanden.  Was wäre, wenn ich erst in vier Wochen einen Arzttermin gehabt hätte ?Dann wüssten Sie erst in vier Wochen, dass Sie Krebs haben ! Ist es ein Notfall wie ein Herz- oder Hirninfarkt, an dem ich binnen Minuten sterben kann ?Nein,aber einschneidender als andere chronische Erkrankungen wie Fettstoffwechselstörung oder Diabetes mellitus.     Warum erkenne ich den Krebs erst jetzt, obwohl ich ihn vermutlich schon so lange habe ? Krebszellenentwickeln sich aus einer normalen Zelle durch zunehmende Fehlfunktion der Mitochondrien und durch Sauerstoffarmut.In den Mitochondrien gewinnen wir unseren Betriebsstoff ATP aus unserer Nahrung mit Hilfe von Sauerstoff. ATP ist aber auch ein Informationsmolekül, das der Zelle sagt, an welcher Stelle der gesamten Erbinformation im Zellkern einzuhaken ist, um die für diese Zelle wichtige und richtige Information abzulesen.   Da die Mitochondrien entwicklungsgeschichtlich aus eingewanderten Proteobakterien entstandenund die Grundlage für alles von Sauerstoff abhängige Leben sind,können sie bei Sauerstoffnot oder Beeinträchtigung ihrer Funktionauf stabilere entwicklungsgeschichtlich ältere Notlaufprogramme zurückgreifen,die ein suboptimales, sich aber zunehmend weiter entdifferenzierendes Funktionierender Zelle ermöglichen.Entdifferenzierung heißt,das die Zelle sich immer mehr in Richtung parasitäres Wachstum und anstatt im Zellverband zu bleiben,  sich in ein autonomes Verhalten entwicklungsgeschichtlich rückentwickelt,entartet.    Mitochondrien sind die Intelligenz der Zelle ?  Ja, denn über die Komplexe der Atmungskette,die in jeder Zelle das gleiche Chassis haben,damit die Elektronentransportkette der inneren, stillen Verbrennung,wie wir es im Biologieunterricht gelernt habenund wofür Mitchell den Nobelpreis bekommen hat,funktioniert. Dafür sind aber nur 13 Peptidkomplexe des Komplexes 1, 3, 4 der Atmungskette notwendig.   Wofür sind die anderen 31 Peptid-Komplexe z. B. des 1. Komplexes der Atmungskette da?   Die Natur macht es nicht unnötig kompliziert, was ist der Grund ?  Die anderen Peptidkomplexe sind in jeder Zellgruppe anders, wie man röntgenkristallographisch zeigen kann,also Leber, Niere, Hirn etc..Neue Erkenntnisse belegen, dass, die Zellvorgänge keineswegs nur biochemisch ablaufen, wofür z. T. Sekunden notwendig wären, um eine Methylgruppe zu tauschen,die Zellkommunikation läuft aber in Millionstelsekunden ab, das wäre viel zu langsam,sondern dass die Information über Lichtquantenund auf Entfernungen unter 200 nm auch gemäß des Casimir-Effektes schwerelosquasi in Lichtgeschwindigkeit ablaufen. Experimente zu den verschränkten Photonennoch ein Experimentbelegen sogar eine instante also zeitgleiche Information.   "Wenn diese Komplexe nun verändert werden,das kann durch Strahlung, Konservierungsmittel, Metalle mit höherer Bindungskonstante, Medikamente, Lösungsmittel, Zellgifte, Mangel an essentiellen Metallen wie Kupfer, Molybdän, Eisen, Zink oder auch durch vermehrte Entzündung oder Histaminbelastung erfolgen, sodass die Zelle ihr Zellpotential und den richtigen Zell-PH-Wert nicht ausbilden kann,dann verstellt sich die Sender-Empfänger-Einheit der Komplexe der Atmungsketteund es werden andere Genabschnitte abgelesen, die nicht dieser Zellfunktion entsprechen." ist nun aus meiner Sicht eine schlüssige Hypothese, die sich auf Gespräche mit Dr. med. Heinrich Kremer stützt.     Da dieser Prozess der Entdifferenzierung unterschiedlich lange dauertund auch abhängig ist von der Gesundheit der Nachbarzellen, (Mikroenvirement)aber auch durch Erkenntnis dieser, dass hier etwas schief läuftoder auch der Zelle selbst, dass sie krank ist, bedingt,denn viele tausend Krebszellen, die jeden Tag in unserem Körper entstehen, werden auch wieder abgetötetEinige aber können sich verstecken, ein sogenanntes Escape-Phänomen. Sie können auch Substanzen abgeben, die die Nachbarzellen dazu bewegen,das Tumorwachstum zu unterstützenIn einem Tumor ist keine Krebszelle wie die andere, bzw.  dass es nicht eine Substanz für einen Krebs gibt und dann würde alles gut. So lange die Zelle aber keine Not leidet und auch noch auf Kontrollimpulse der gesünderen Nachbarzellen reagiert, schläft sieDas hat sie all die vielen Jahre getan, als wir noch nichts von ihr wussten.  Solche entdifferenzierten Zellen können aber auch durch klassische Krebstherapien  und Diagnostiken entstehen. Ohne diese geht es zumindest in der Diagnostik und öfter auch in der Therapie nicht, aber Sie erkennen schon jetzt, dass die gesunden Umgebungszellen durch diese Maßnahmen nicht gesünder werden und dass noch unsichtbare, schlafende Zellen dadurch einen Entdifferenzierungsreiz bekommen.  Je nachdem, wie schnell sich eine Krebszelle teilt,spricht man von unterschiedlicher Aggressivität. Eine relativ schnelle Teilung sind 30 Tage für eine Verdopplung der Zellzahlen.( Es können auch 7 Tage oder 90 Tage sein, das ist ein Beispiel)In einem Millimeter Tumorgewebe befinden sich bereits 1.000.000 Zellen.Wenn wir von einer Ursprungszelle ausgehen, sind das 21 Verdoppelungen, also 630 Tage, quasi fast 2 Jahre und dann ist bildgebend noch nichts zu sehen! Wenn sich die Zelle aufgrund von Stress,Sauerstoffmangel, Strahlung, Medikamente, Konservierungsmittel etc.bedroht sieht, sucht sie nach Lösungen inklusive der Absiedlung, der Metastasierung. Jetzt rechnen Sie, wie lange es dauert, bis diese Metastase sichtbar wird! Remission  einer Erkrankung bedeutetd, dass man sie nicht wahrnimmt,das versucht man mit der Krebstherapie,von Heilung ist nie die Rede. Wenn Sie eine aggressive Therapie wählen und eine schnelle Remission haben, haben sie ein größeres Risiko auf aggressive Rezidiveals wenn Sie eine immunologische oder regenerative Therapie wählen.   Was könnten Sie also tun ? Sie brauchen einen Medizinkundigen an Ihrer Seite, der finanziell und arbeitsrechtlich unabhängig von der therapierenden Einrichtung ist und Ihnen Ihre Fragen beantwortet, aber auch kritische Fragen vermittelt, die er sich selbst stellen würde, wenn er selbst erkrankt wäreund Therapieansätze vorstellt, die unter Umständen an anderen Krankenhäusern und Praxen möglich sind und mit weniger Kollateralschaden auskommen und in einmaligen Angriffen sanierenden Effekt auf die sichtbaren Tumoren haben.   Wenn Sie noch in Erinnerung haben,wie Krebs entsteht und was ihn zur Metastasierung anregt, dann verstehen Sie auch, dass Sie etwas an Ihrem bisherigen Lebensstil ändern müssen, wenn Sie Selbstheilung erfahren oderzumindest wieder den Zustand der schlafenden Krebszelle erreichen wollen.   Wenn Sie einen Herzinfarkt oder eine arteriosklerotische Gefäßverengung haben,dann einen Stent oder einen Bypass erhalten,dann aber nichts an den Ursachen wie Ihrem Essverhalten,Ihrem Bewegungsverhalten,Ihrem Stressbewältigungsverhalten,Ihrem Blutdruck,Ihrer Insulinrezeptorresistenz,Ihrer Mitochondriendysfunktion ändern,  werden Sie bald den nächsten Herzinfarkt erleiden.Ein Fachartikel zu Mitochondriendysfunktionen.     Das ist bei so einer komplexen Erkrankung wie Krebs nicht anders.  Aber haben Sie in Ihrem Umfeld schon einmal davon gehört, dass Sie ähnlich wie bei BluthochdruckDiabetes mellitus,Herzinfarkt,Cholesterin- und Fetterhöhung, Mineralstoffmangel,Depression,Burn Out,Polyneuropathieauch bei Krebs auf krebsfördernde und bremsende Einflüsseaufgeklärt wurden ?   Wissen Sie, dass eine Chemotherapiepro Infusion 1-2000,– € kostet und dass regenerative Therapiendiese Summen für einen ganzen Monat generieren,die Überlebensqualität sich aber sicher zu Gunsten der regenerativen Therapie und die Überlebenszeit sich eher zu Gunsten der regenerativen Therapie entwickelt?Immuntherapien können allerdings ähnlich teuer sein, wie Chemotherapien. Wenn Sie zu einer Therapie Vertrauen haben, dann ist es die für Sie richtige. Wenn jemand etwas nur deshalb macht, weil man nicht sagen können soll, dass er nicht alles versucht habe, innerlich aber nicht dahinter steht, dann wird sie auch keinen nachhaltigen Effekt zeigen. Von begrenzenden Zwängen sollte man sich freimachen!Loslassen und vergeben heißt ja nicht vergessen ! Der Glaube versetzt Berge,selbst Jesus hat nie gesagt, "ich mache Dich gesund oder so ähnlich",sondern stets so etwas wie " Dir geschehe nach Deinem Glauben,Dein Glaube hat dir geholfen."    

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