Der Augenarzt kann mittels der optischen Kohärenztomographie-Angiographie ein Alzheimer-Screening erstellen.

von | 19. Mai 2019 | Publikationen

Ob man M. Alzheimer bekommt, will man vielleicht gar nicht wissen. Andererseits wissen wir nicht, ob man den Verlauf nicht deutlich bremsen könnte, wenn man frühzeitig davon wüsste und auch einen oder mehrere Kontrollparameter dafür hat. Wer seine ersten Ausfälle bemerkt, überspielt sie und verschenkt wertvolle Zeit des Handelns. Wer es nicht mehr vertuschen kann, ist nicht mehr fähig eigenständig etwas gegen den Progress zu tun, sofern er therapiebare Therapierfolgshindernisse dafür gefunden hat. Da ich mich auf solche Fragestellungen spezialisiert habe, kann ich beraten, welche mitochondrialen Therapieerfolgshindernisse bestehen und wie man die ggf. korrigieren kann. Schauen Sie sich zu dem Thema Mitochondrien doch auch meine Youtube-Filme an!
Der Blick durch den Glaskörper des Auges auf das Gefäßsystem der Retina kann Aussagen zum Gefäßsystem des Körpers machen. Hinsichtlich des Blutdrucks und der Auswirkungen zu hoher Blutzuckerspiegel oder erhöhter Cholesterinspiegel war dieses zu meiner Studienzeit auch ein gängiges Verfahren, wozu man den Augenarzt gerne befragte, was sich aber unter dem Fortschritt auf wenige Einzelfälle verloren hat. Die Retina von an M. Alzheiner erkrankten Menschen zeigt gegenüber gesunden Menschen eine Gefäßdegeneration mit reduzierter Gefäßdichte und geringerem Blutdurchfluß. Heute macht man es mit der optischen Kohärenztomographie (OCT) wodurch man eine nichtinvasive Angiographie (Gefäßdarstellung ohne Verletzung). Dieses Verfahren ermöglicht auch die Beschreibung einer dünneren synaptischen Verknüpfung der verminderten Anzahl der Ganglienzellen im inneren Netzhautbereich. In der Frühphase ist der zu erkennende Unterschied nur darin zu beschreiben, dass die Fotorezeptoren der Netzhaut signifikant dünner sind.
doi:10.1001/jamaophthalmol.2018.3556 ;  doi.org/10.1016/j.oret.2019.02.002

Ich würde mich freuen, wenn Augenärzte mit mir diesbezüglich zusammenarbeiten würden. Denn allein die Beschreibung des Mangels hilft ja nicht weiter. Mein ursachenorientierter diagnostischer und therapeutischer Ansatz hilft aber möglicherweise doch. Eine Veränderung des Ergebnis in der OTC wäre ein Baustein, um die Wirkung zu monitorieren.

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