Candida albicans im Mund aktiviert Streptococcus mutans und erhöht die Kariesgefahr

von | 16. November 2014 | Publikationen

Candida albicans gilt nach Korianderkraut als das stärkste natürliche Mittel zur Bindung von Schwer- und Übergangsmetallen. Wir haben alle Hefen in uns, manche aber mehr als andere. Wenn der Körper seinem in Symbiose lebendem Mikrobiom gestattet, sich zu Gunsten der Candidabesiedlung zu verändern, wird er darin einen Nutzen sehen, den er für höher bewertet als den Preis, den er dafür bezahlen muss. In diesem Fall wäre die Hypothese des Gewinns die Bindung und dann auch Ausleitung von einem übermäßigen Metallaufkommen und der Preis wären die schädlichen Stoffwechselprodukte der Hefen und die Aktivierung des Streptococcus mutans, der die Kariesbildung fördert.Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen: Häufiges Zähneputzen, damit dieser Biofilm von den Zähnen entfernt wird und das Meiden von Süßgetränken oder solchen mit Säureanteil (Apfelsaft, Zitronensäure oder entsprechender Bonbons etc.), wie man es leider immer noch in Nuckelflaschen falsch macht und die Überprüfung, ob eine Metallbelastung vorliegt, die man mit Chelattherapie und Sanierung der Quelle angehen kann.
Das Helmholtzinstitut hat in der Arbeitsgruppe "Mikrobielle Kommunikation" diese Aktivitäts- und Aggressivitätssteigerung des Streptococcus mutans auf die Kariesentwicklung bis hin zur Antibiotikaresistenz erforscht. Ganz wichtig ist die Entfernung dieses Bakterienbiofilms. Das sollten in den jungen Jahren die Eltern übernehmen und die Zahnbürsten sollten regelmäßig gewechselt werden, der Druck beim Putzen darf nicht so hoch sein, dass die Borsten sich plastisch verformen und bei Hefebefall sollte die Zahnbürste in Chlorhexidin desinfiziert und mit dem Kopf nach oben, für sich alleine stehend, trocken aufbewahrt werden. In 75% der Biofilmuntersuchungen von Kindergartenkindern wurde Candida albicans als Verursacher der Klebrigkeit des Films identifiziert.
Ob nun Metalle der Grund sind, läßt sich in Urin- und Stuhluntersuchungen nachprüfen. Metalle hemmen die Thiolgruppen von Enzymen wodurch sich deren Giftigkeit erklärt. Wer einen Fäulnisgeruch im Mund wahrnimmt, muss an die Bildung von Thioäthern und Mercaptane sowie eine Sensibilisierung auf diese Stoffen denken, die man laborchemisch nachweisen kann.
Das regelmäßige Putzen darf nun aber nicht zu einer Fluoridvergiftung führen!gefleckte Zähne, wie in diesem Artikel zu sehen, wurden in sechs deutschen Studien zwischen 1986 und 2006 in 7,4 bis 40 % der untersuchten Kinder gefunden, in einer schwedischen Studie waren es bei 551 achtjährigen Kindern sogar 45%, die von einer Dentalfluorose betroffen waren.  Eine solche Dentalfluorose ist aber nur das Schaufenster, denn ähnliche Prozesse finden sich auch an den Knochen, wodurch der Halt der Zahne beeinträchtigt werden kann. Früher gab man Fluoridtabletten gegen Osteoporose. Wegen der eher negativen Wirkung ist man davon aber wieder abgegangen. Kinderorthopäden sehen wohl zunehmende Spannungsbrüche, zu deren Ursache die Fluoridbelastung diskutiert wird. Zusammenhänge zur Hirnleistung, hier soll Kurkumin schützen, dem Immunsystem, der Entkalkung der Backenzähne, Knochenkrebs, der Häufigkeit des Down-Syndroms werden zum Vorkommen und Kontakt zu der Substanz ausserhalb der Zahnpasta beschrieben. Eine Zusammenfassung zu diesem Thema mit gut strukturierter Aufteilung zu den Einzelwirkungen habe ich hier gefundenWie kann ich eine Fluoridanamnese erheben?
Aber die fluoridhaltige Zahnpasta schützt doch den Zahn! Im Gegensatz zu dieser Lehrmeinung gibt es eine Untersuchung der Zähne mit einer X-ray photoelectron spectroscopy (XPS), die nachweist, dass der Schutzeffekt im Nanometerbereich der Zahnoberfläche liegt und keine tieferen Schutzfunktionen hat, wie bisher kommuniziert wird.
Womit und wie soll ich denn jetzt z. B. putzen ?

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