Alzheimer-Demenz, der Diabetes des Gehirns ?

von | 1. August 2013 | Publikationen

Wesentliche Kontrollparameter sind die Insulinresistenz, die Versorgung des Gehirns mit gesunder Omega-3-Fettsäure, die Durchblutung und ein ausreichendes Orchester an Vitalstoffen, wie Ultraspurenelemente, B-Vitamine, fettlösliche Vitamine, antioxidative und lichtquantenmodulierende Polyphenole sowie das lipidkorrigierte Coenzym Q10. Für die Kontrolle der Vitalstoffe, des Fettsäurestatus  und der Insulinrezeptorresistenz gibt es gute labormedizinische Untersuchungen, für die Dokumentation der Hirnleistung, gibt es Hirnleistungstests, für die Durchblutungsverbesserung kann sofort mit der intravenösen Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger begonnen werden. Differentialdiagnostisch ist auch immer an eine Schwermetallbelastung zu denken, die man mit einer Urinuntersuchung nativ und nach Provokation mit einer Chelattherapie  überprüfen kann als auch an eine Dysbiose, Leberfunktionsleistung und somit  Entgiftungsstörung für Ammoniak oder Nahrungsmittelunverträglichkeit und Histaminintoleranz und  Pseudoallergie. Außerdem gehören Medikamentennebenwirkungen, Alkoholkonsum, hormonelle Fehlfunktionen der Schilddrüse oder Nebennieren mit in die Ursachensuche. Bei einer Insulinresistenz gilt es sogenannte Sensitizer zu geben, damit die Resistenz weniger wird. Klassisch wäre das Metformin zu nennen, dessen stärkste Nebenwirkung aber die Nervenschädigung ist, die in der Häufigkeit noch vor der gefürchteten Laktatazidose rangiert, komplementärmedizinisch sind da eher D-Galaktose, Curcumin, Resveratrol und Korrektur von Auslösern einer Entzündung, wie reaktive Sauerstoffspezies, auch silent inflammation genannt, zu  nennen. Am Ende geht es um die Korrektur einer mitochondrialen Dysfunktion, so dass die Grundregeln der Cellsymbiosistherapie, wie sie Dr. Kremer begründet hat, zur Anwendung kommen.
Somit wieder eine Reihe von Beispielen für durchaus wissenschaftliche Grundlagen für einen ganzheitlichen und naturheilkundlichen Therapieansatz.

Verwandte Themen

Intrazellulär und intramitochondrial erhöhtes Phenylalanin bei myalgischer Enzephalomyelitis (ME)/chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS)-Patienten – gibt es einen therapeutischen Ansatz?

Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS), auch myalgische Enzephalomyelitis (ME) genannt, ist eine schwächende Erkrankung, die durch körperliche und geistige Erschöpfung gekennzeichnet ist. Mitochondriale und energetische Dysfunktion wurde bei CFS-Patienten aufgrund einer charakteristischen Beziehung zu Müdigkeit untersucht; es wurde jedoch noch keine konsistente Schlussfolgerung erzielt. Einzelzell-Raman-Spektren (SCRS) sind markierungsfreie biochemische Profile, die auf phänotypische Fingerabdrücke einzelner Zellen hinweisen. […]

mehr lesen

Die Wechselwirkung zwischen Antibiotika und der mitochondrialen Funktion – Minocyclin und Gyrasehemmer.

Mitochondriale Dysfunktionen werden zunehmend erforscht. Bis Sie in den Leitlinien ankommen, wird es noch Jahre dauern. Dennoch lassen sich diese Erkenntnisse schon jetzt für die personalisierte Individualmedizin nutzen, um vorausschauend Schäden zu vermeiden oder zu versuchen die Schäden zu korrigieren.Der Schwerpunkt des Artikels liegt auf dem Antibiotikum Minocyclin und der Gruppe der Gyrasehemmer und Fluorchinolone, also den Antibiotika wie Ciprofloxacin, Moxifloxacin, Levofloxacin, Oxacillin, Norfloxacin, Enoxacin.Untersuchungen zur mitochondrialen Funktionalität können am Institut MMD, das der Otto von Guericke-Universität angeliedert ist, durchgeführt werden. Wissenschaftlich verantwortlich für diese Untersuchungen ist Frau Prof. Dr. B. König.

mehr lesen