Akne – Süßes und Milch verstärken die Symptomatik – was hat das mit androgenem Haarausfall zu tun ?

von | 28. September 2014 | Publikationen

IGF1 und IGF2 sind in der Kuhmilch in hohen Dosen vorhanden. Dadurch erhöht sich der Insulinspiegel im Blut und es wird ein Mangel an nukleärem Forkhead-Box-Protein 01 erzeugt, wodurch die Androgenproduktion angehoben wird. Dadurch können sowohl die Talgbildung und Verhornung der Ausgänge der Talgdrüsen vermehrt, als auch bei empfindlichen Menschen die Haarfollikel durch die Androgene beeinträchtigt werden.
Wer seine glykämische Last, also die Summe aller Kohlehydrate und speziell den Anteil der schnell verfügbaren Kohlehydrate reduziert, hat auch niedrigere IGF-1-Werte. Dieses Wachstumshormon stimuliert die Fettbildung und die Verhornung (Keratinisierung). Menschen, die IGF-1 genetisch bedingt nicht bilden können, haben niemals Akne. Neben Zucker erweisen sich auch gesättigte Fettsäuren und Milchrodukte als aknefördernd. Gerade Kuhmilch enthält von vorherein hohe Mengen von IGF-1 und IGF-2, wodurch der basale Insulinspiegel erhöht und ein Mangel an nukleärem Forkhead-Box-Protein 01 (Fox01) erzeugt wird, was die Androgenbildung erhöht. Androgene bringen die Pickel zum Blühen oder auf schlau: Sie fördern die Komedogenese und die sebozytäre Lipogenese. Dieser letzte Link belegt wieder die Bedeutung der Arachidonsäurekaskade und des Leukotrien 4B, über die ich schon bei den Fettsäuren und der Oxyvenierung berichtet habe. In diesem Artikel werden Abkürzungen wie PPARa und PPARy erwähnt, also Peroxysomenproliferatoraktivierende Rezeptoren aus der Zellmembran, die für die Steuerung der Gene mit verantwortlich zeichnen. Ihre Hauptwirkung bezieht sich auf die Steuerung des Fett- und Zuckerstoffwechsels.
Die häufigste Form des Haarausfalls ist die androgenetische Alopezie. Wer dagegen ein zuverlässiges Mittel findet, dürfte ausgesorgt haben. Die Empfindlichkeit für diese Androgen scheint vererbt zu sein, dass erfolgt über die Mutter. Bei Frauen ist es nicht nur ein kosmetisches, sondern auch ein psychisches Problem. Bestimmte Medikamente können den Haarausfall fördern, ein Mangel an Vitalstoffen auch. Medikamente zielen auf die Hemmung des Schlüsselenzyms 5-a-Reduktaseab, welches das Testosteron in das aktive Dihydrotestaosteron umwandelt. Bei lokaler Anwendung vermindert man die zentrale Wirkung. Das Alfatradiol ist ein Abkömmling des Östradiols, besetzt dessen Rezeptoren aber nicht und scheint neben der Henmmung des Enzyms auch eine Verdrängung des Testosterons zu bewirken. Es ist auch bei einem seborroischem Ekzem wirksam.
 

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