Gesundheitsnewsletter vom 22.02.2020

von | 22. Februar 2020

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 22.02.2020
In dem heutigen Kurzvideo sehen Sie ein Interview mit dem Buchautor, Herrn Dipl. Oec. Troph. Andreas Scholz aus Hamburg, bekannt als der Figurmacher mit dem Slogan „Eine gute Figur hat noch Niemandem geschadet“, der Ihnen anschaulich erklärt, wie Sie sich um Ihren Körper und Ihre Gesundheit kümmern können.
Die darin auch erwähnte Bia-Messmethode, eine Impedanzmessung,  hat ausserdem eine besondere Bedeutung, wenn es darum geht, Medikationen bei Herzschwäche, Auszehrung, Ernährungsstörungen, körperlichen Anstrengungen und in der Vorsorge einzusetzen.
Dipl. Oec. Troph. Andreas Scholz im Interview mit Dr. Wiechert zum Thema
 
Die Themen:
  • Die Bioelektrische Impedanzmessung, kurz BIA.
  • 5. Millionen Menschen nehmen in Deutschland Cholesterinsenker ein. Besonders fettlösliche Varianten beeinflussen die Muskukatur, die Eicosanoidbildung und die Genetik – Was kann man tun?
  • Essen gegen das Vergessen.
  • Nanopartikel tut den Zellen nicht gut.
 
Die Bioelektrische Impedanzmessung, kurz BIA.

Diese BIA-Messung dient der Bestimmung unserer Körperzusammensetzung und beruht auf der Auswertung und Berechnung verschiedener Widerstände, des Spannungsabfalls und der Verschiebung eines Phasenwinkels. Dieses erfordert ein exaktes Vorgehen hinsichtlich der Positionierung der Messelektroden, den liegenden Probanden sowie eines Messgerätes, dass diese Messung valide aufnimmt und einer guten Software, die diese Messwerte so aufbereitet, dass der Proband das Ergebnis versteht.
Wir, also der Gesamtkörper, sind eine Abteilung und die hat eine Masse, die in unserer Gewichtseinheit, also z.B. Kilogramm, angegeben wird. Das können wir mit jeder Körperwaage erfassen. Weil das aber noch nichts über die Gesundheit aussagt, ausser über Untergewicht, will man etwas über den Muskel- und Fettanteil wissen. Somit benötigen wir zwei Kompartimente, die man als Mager-oder fettfreie Masse sowie den Fettanteil bezeichnet. Das hat man auch als Kritik am BMI, dem Body-Mass-Index, vorgebracht, der einen gut trainierten muskulären Körperbau nicht von einer Bier- oder Sahnetortenwampe unterscheidet. Will man sich der fettfreien Masse noch weiter nähern, unterteilt man diese in intra- und extrazelluläre Bestandteile. Will  man es dannn noch genauer wissen, weist man auch noch den Wasseranteil aus.
Genau diese Genauigkeit ist aber von Nöten, wenn man diagnostisch-therapeutische Aussagen zur individuellen Medikation, also z.B. Entwässerungstablettendosierung und Trinkmenge oder Wirksamkeit der Ernährung bei auszehrenden Erkrankungen oder dem Ernährungsplan eines Schwerarbeiters oder Sportlers genauso wie eines Menschen mit sitzender Tätigkeit treffen will.

 
5. Millionen Menschen nehmen in Deutschland Cholesterinsenker ein. Besonders fettlösliche Varianten beeinflussen die Muskukatur, die Eicosanoidbildung und die Genetik – Was kann man tun?

Ich berichte ja schon seit Jahren über die Vor- und Nachteile der Cholesterinsenker. Heute geht es wieder einmal um die Nachteile, aber auch um wichtige Tipps zur alternativen Gesundung. Dahingehend haben Sie in dem heutigen Interview ja schon wichtige Hinweise erhalten.

In einer aktuellen Studie wurde gesehen, dass unter der Anwendung der Cholesterinsenker, verglichen wurden das fettlösliche Simvastatin, dass dann auch stärkeren Einfluss auf die Mitochondrien hat mit dem wasserlöslichen Rosuvastatin, welches weniger gut in die Zellen eindringen kann, 2500 Gene verändert wurden. Das führte dann dazu, dass 900 Proteine, also Enzyme vermehrt oder vermindert gebildet wurden. Der Einfluss auf die Bildung des Cholesterin und der Fettsäuren beeinflusst auch die Bildung der lokalen Gewebshormone, der Eicosanoide, die Sie schon aus meinen Vorträgen zu den essentiellen Fettsäuren kennen. Dadurch werden dann weniger Prostaglandine, aber auch weniger Resolving Mediators wie Reolvine, Maresine, Protectine, die für das Beenden oder die Verhinderung chronischer Entzündungen notwendig sind, gebildet. doi.org/10.1038/s41561-019-0529-x
(Siehe dazu den folgenden Artikel: Essen gegen das Vergessen) Nimmt man dann vermehrt die essentiellen Fettsäuren zu sich, kann man einen Teil dieser negativen Nebenwirkung auch wieder abmildern. Der Einfluss auf die Genetik und die Proteinsynthese bwikren strukturelle, metabolische und funktionelle Effekte der Muskelzellen, die dann am häufigsten als Schmerzen beschrieben werden, sich aber auch auf die Hauptfunktion der Muskeln als Vertreter für den kalorischen Grundumsatz beziehen. Ein wesentlicher Faktor besteht dabei auch in der Reduktion der CoQ10-Produktion und somit der Beeinträchtigung der Verbrennung von Kohlenhydraten an Komplex 1 und Fetten an Komplex 3 der Atmungskette. Das bewirkt beim Konsum von Kohlenhydraten, dass der Körper auf die ineffektive anaerobe Glykolyse umschalten muss und dass er dabei vermehrt Milchsäure bildet. Das erklärt auch das häufigere Auftreten des Gefühls von Muskelkater und des Diabetes mellitus in der Statingruppe.
Betrachten wir die Fette, so können die bei ausreichender Versorgung mit Biotin, Acyl-L-Carnitin und L-Carnitin zwar in die Mitochondrien importiert, mangels CoQ10, aber nicht verbrannt werden. Somit müllen sich die Zellen mit Fettsäuren zu und produzieren widerum keine Energie.
Das ist übrigens prüfungsrelevantes Lehrbuchwissen des deutschen Medizinstudiums. Die neuen Forschungsergebnisse dürften also von jedem Mediziner und Biochemiker und Biologen als nicht als überraschend, sondern als vorhersagbar gewertet werden.

Betrachtet man die Ernährung und die parallel dazu zu betrachteten Laborwerte, so kann man belegen, dass das so böse LDL-Cholesterin sich am stärksten dann vermehrt, wenn wir Kohlenhydrate essen. Bis 2017 galt noch die offizielle Empfehlung, dass wir uns zu mindestens 50% mit Kohlenhydraten und am besten mit wenig Fett ernähren sollten. Wenn die Kohlenhydrate nicht verbrannt werden, dann macht die Leber Fett daraus und wir bekommen die nichtalkoholische Fettleber, die man mit etwas Alkohol zum Kohlenhydrat noch boostern kann. 2017 verkündigte das Deutsche Ärzteblatt dann offiziell, dass der Ketonkörper der Freund des Diabetikers werden und das Gewicht reduziert werden sollte. Dtsch Arztebl 2018; 115(41): A-1810 / B-1524 / C-1510
Daher sollten Sie den Konsum schnell verfügbarer Kohlenhydrate drastrisch reduzieren also Getreideprodukte, Reis, Nudeln, Kartoffeln, Fruchtzucker, Zucker und den Konsum an Gemüse drastisch steigern. Dieses hat komplexe Kohlenhydrate und liefert Wasser, sekundäre Pflanzenstoffe, Faserstoffe und verschafft aufgrund der Magendehnung ein Sättigungsgefühl und tut der Darmflora gut, die dann wieder vermehrt antientzündliche Botenstoffe und kurzkettige Fettsäuren produziert.

Die Lecithine können ebenfalls dazu beitragen, das HDL zu erhöhen und das LDL zu senken, dieses sieht man dann insbesondere in der LDL-Subklassenanalyse. Andererseits verbessern sich dann auch die Leberwerte und die Zusammensetzung der Gallensäuren. Kümmert man sich  um die Lecithine, dann kümmert man sich auch um die Choline, an denen wir zu verarmen drohen.
 

 
Essen gegen das Vergessen.

Es gibt eigentlich keinen Patienten bei mir, dem ich nicht die Analyse der essentiellen Festtsäuren anbiete und der dann auch die Empfehlung zur Optimierung erhält. Über dieses Thema habe ich schon oft geschrieben und auch schon zusammenhängend referiert. Aktuell wird nun noch einmal über die Verbesserung des Denkvermögens publiziert. Das betrifft nicht nur die älteren Menschen, sondern auch bereits die Hirnentwicklung des werdenden Menschen. Ich spreche also auch explizit die potenziell schwangeren jungen Frauen an. Bei den älteren Menschen geht es auch um Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und den Hirnstoffwechsel. Dieser Hirnstoffwechsel sollte möglichst keine silent inflammation haben, so dass insbesondere die EPA (Eisoapentaensäure) für die Entzündungshemmung und die DHA (Docohexaensäure) für die verbesserte Durchblutung des Gehirns notwendig ist. Die DHA fördert auch die gesunde Ketonämie. Da es sich bei den essentiellen Fettsäuren um ungesättigte Fettsäuren handelt, können deren Doppelbindungen aufbrechen und zu freie Radikalen werden. Daher sollte man über ausreichend Antioxidantien verfügen und diese Ölen eben auch nicht erhitzen. Beim Erhitzen können die ungesunden Transfettsäuren entstehen. Im Tierversuch erzeugt man mit diesen Transfettsäuren M. Alzheimer.
Interessant ist die Erkenntnis, dass die Wirkung der B-Vitamine davon abhängt, ob genügend DHA vorhanden ist, wie die Medical Tribune  54. Jahrgang, Nr. 40, 4. Oktober 2019 auf S. 21 schreibt. Gonder U et al. Dtsch Med Wochenschr 2019; 144: 1212-1217; DOI: 10.1055/a-0940-5452
Aus DHA und EPA kann der Körper entzündungshemmende Lipidmediatoren wie Resolvine, Protectine, Maresine und Endocannabinoide bilden. Das haben wir in einer Messung bei Lipidomix in einer Anwendungsbeobachtung mit 15 Teilnehmern feststellen können. Je besser die Versorgung mit den essentiellen Fettsäuren war, umso mehr Pro-Resolving Mediators wurden auch gebildet. Die Oxyvenierung begleitete diese Beobachtung. Je mehr eosinophile Granulozyten gebildet wurden, umso mehr Enzyme dieser Granulozyten waren auch vorhanden, insbesondere die 15-Lipooxygenase-1 und somit ist davon auszugehen, dass auch darin eine Ursache für die vermehrte Bildung zu sehen ist.
Pro Resolving bedeutet, dass diese Substanzen dazu beitragen, dass der Körper aus eigener physiologischer Kraft eine chronische Entzündung überwinden kann. Solche präformierten Ölen kann man mittlerweile in England und Amerika bestellen. Wenige Importeure in Deutschland ermöglichen einen inländischen Erwerb. Es gibt sogar einen Anbieter mit Online-Shop in Bremen. Suchbegriff: PRM Resolve Bremen
Hier einige Studien dazu:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4263681/
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5884427/
1wdflm2d76ru3wq2wpsrdqxi.wpengine.netdna-cdn.com/wp-content/uploads/2018/02/SPM-Case-Report_MHICN_2017.pdf
www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphar.2019.00252/full
www.jci.org/articles/view/97943

 
Nanopartikel tut den Zellen nicht gut.

Ich schrieb kürzlich über die Gefahr des feinen Staubs, kleiner als 2,5 µm und der Bedeutung der Nanopartikel.
Das Helmholtz-Zentrum in Berlin hat sich nun gezielt der Frage zu gewendet, was denn in der Zelle passiert, wenn Nanopartikel eindringen, wie man es in der Krebstherapie ja teilweise anstrebt und wie man es in der Kosmetik und z.T auch in der Nahrunsergänzungsbranche toleriert oder als besonders toll verkauft. Nanopartikel erzeugen eine Leistungsanforderung, die anfänglich zu einer Vermehrung der Zellorganellen einschließlich der Mitochondrien führt, während andere Zellbestandteile, wie multivesikuläre Körper und Fetttröpfchen abnehmen. Genau das erzeugen wir auch in Fastenphasen oder bei einer energieraubenden Daueranstrengung, wie einem Marathonlauf. 
doi.org/10.1021/acsnano.9b09264
Somit erhöhen die Nanopartikel den Energiebedarf der Zelle und das bereits in Ruhe, wie wir es in unseren funktionellen Mitochondrienprofilen sehr häufig sehen.

Daher empfehle ich den davon betroffenen Menschen nachhaltig, den Kontakt zu kleinsten Teilchen zu meiden und das beginnt bereits bei der Beschichtung mit Titandioxid, welches ja seit Jahresbeginn in Frankreich verboten ist.

 
 
Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
Praxis Ritterhude

Lesumstoteler Str. 65 • 27721 Ritterhude • Tel. 04292 – 2921 • Anfahrt

 

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