Grippeschutzimpfung hat jetzt Saison, aber welchen Impfstoff soll man nehmen?

von | 11. Oktober 2012 | Publikationen

Bisher wurden die Impfstoffe auf Hühnereiern gezüchtet. Manch einer hat eine Hühnereiweißallergie und wünschte sich einen Impfstoff der frei von Eispuren ist. Dafür gibt es einen Impfstoff, der auf Tumorzellen gezüchtet wurde. Dieser hat jetzt auch weniger giftige Konservierungsstoffe. Die Tumorzelllinie, auf der der Stoff gezüchtet wird, wurde auch schon im Rahmen der Schweinegrippe eingesetzt. die lebenden Tumorzellen erzeugten in Mäuseohren Tumoren, die abgetöteten Zellen nicht. Das Arznei-telegramm.de gab aber am 26. September eine sehr kritische Meinung dazu ab, die Sie kennen sollten.
Das www.arznei-telegramm.de/blitz-pdf/BL20926.pdf ist die ersten zwei JAhre nur für Vollabonennten lesbar und äußert sich zur Grippeschutzimpfung und hier auch speziell zu Optaflu: "Bei Optaflu werden die Impfviren, anders als bei herkömmlichen Influenzavakzinen, auf der Basis einer permanenten (unsterblichen) und im Tierversuch hoch tumorigenen Zelllinie (Madin Darby Canine Kidney (MDCK-)Zelllinie vermehrt. Sicherheitsbedenkenhat die europäische Arzneimittelbehörde EMA aufgrund des Herstellungsverfahrens, bei dem intakte Zellen vollständig aus dem Impfstoff eliminieret werden sollen, nicht(10).Daten aus Postmarketing-Erfahrungen gibt es laut Fachinformation zu Optaflu bislang nicht (1). Das Paul-Ehrlich-Institut verweist jedoch darauf, dass der im Rahmen der Schweinegrippe verwendete Pandemieimpfstoff CELTURA auf der gleichen Zelllinie basiert und weltweit 100.000-fach angewendet wurde, ohne dass über einen…Tumorentstehung berichtet wurde(12).
Veröffentlichte Daten zu einer systematischen NAchbeobachtung finden wir allerdings nur für knapp 4000 Impflingen über einen Zeitraum von sechs Monaten(13).
In den USA ist OPTAFLU unseres Wissens nach wie vor nicht zugelassen. Einige Mitglieder desBeraterkomitees der US-amerikanischen Arzneibehörde FDA hatten ende 2005 theoretische Bedenken geäußert, zum Beispiel wegen potenzieller Onkogenität der DNA aus MDCK-Zellen, die in geringen Mengen (unter 10 ng/0,5 ml) im Endprodukt verbleibt, und eine langfristige Überwachung der Anwender befürwortet /a-t2007;38:111-2) (14)
Wirkvorteile gegenüber einem herkömmlichen Impfstoff auf Eibasis sind auch für OPTAFLU nicht belegt. Schmerzen an der Injektionsstelle treten in Zulassungsstudien jedoch häufiger auf.(10)
(10)= EMA: Europ. Beurteilungsbericht (EPAR) OPTAFLU, Stand August 2007; http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/dokument_library/EPAR – Scientific Discussion/human/000758/WC500046954.pdf
(11) = Novartis Vaccines: Fachinformation OPTAFLU, Stand Nov. 2011
(12) = Paul-Ehrlich-Institut: Versorgung mit Grippeimpfstoffen. Diskussion um Zellkulturimpfstoff OPTAFLU, Stand 24. Sept. 2012
(13) = REYNALES, H et al.: Vaccine 2012; 60: 6436-43 "
Diese Bedenken sollte man, wenn man die Wahl hat, ernst nehmen. Was so Spuren von DNA auslösen können sehen wir zum einen im Tierversuch bei Genmaisfütterung, Russland hat aufgrund dieser Erkenntnisse den Import von Genmais verboten, und zum anderen auch in Non-Hodgkin-Lyphomen, die z. T. durch Borrelien-Gene ausgelöst werden sollen, siehe dort S. 7.

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