Alzheimer-Demenz, der Diabetes des Gehirns ?

von | 1. August 2013 | Publikationen

So titelt die ÄrzteZeitung am 04.06.2013 auf S. 10 und erinnert mich an meinen Vortrag zum „Warnzeichen Vergesslichkeit“ und zum Thema „Diabetes mellitus“. In beiden habe ich auf die Bedeutung des Zuckerstoffwechsels des Gehirns bzw. die Bezeichnung des „M. Alzheimer als Diabetes mellitus Typ III“ hingewiesen und auch Lösungen angeboten.
Wesentliche Kontrollparameter sind die Insulinresistenz, die Versorgung des Gehirns mit gesunder Omega-3-Fettsäure, die Durchblutung und ein ausreichendes Orchester an Vitalstoffen, wie Ultraspurenelemente, B-Vitamine, fettlösliche Vitamine, antioxidative und lichtquantenmodulierende Polyphenole sowie das lipidkorrigierte Coenzym Q10. Für die Kontrolle der Vitalstoffe, des Fettsäurestatus  und der Insulinrezeptorresistenz gibt es gute labormedizinische Untersuchungen, für die Dokumentation der Hirnleistung, gibt es Hirnleistungstests, für die Durchblutungsverbesserung kann sofort mit der intravenösen Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger begonnen werden. Differentialdiagnostisch ist auch immer an eine Schwermetallbelastung zu denken, die man mit einer Urinuntersuchung nativ und nach Provokation mit einer Chelattherapie  überprüfen kann als auch an eine Dysbiose, Leberfunktionsleistung und somit  Entgiftungsstörung für Ammoniak oder Nahrungsmittelunverträglichkeit und Histaminintoleranz und  Pseudoallergie. Außerdem gehören Medikamentennebenwirkungen, Alkoholkonsum, hormonelle Fehlfunktionen der Schilddrüse oder Nebennieren mit in die Ursachensuche. Bei einer Insulinresistenz gilt es sogenannte Sensitizer zu geben, damit die Resistenz weniger wird. Klassisch wäre das Metformin zu nennen, dessen stärkste Nebenwirkung aber die Nervenschädigung ist, die in der Häufigkeit noch vor der gefürchteten Laktatazidose rangiert, komplementärmedizinisch sind da eher D-Galaktose, Curcumin, Resveratrol und Korrektur von Auslösern einer Entzündung, wie reaktive Sauerstoffspezies, auch silent inflammation genannt, zu  nennen. Am Ende geht es um die Korrektur einer mitochondrialen Dysfunktion, so dass die Grundregeln der Cellsymbiosistherapie, wie sie Dr. Kremer begründet hat, zur Anwendung kommen.
Somit wieder eine Reihe von Beispielen für durchaus wissenschaftliche Grundlagen für einen ganzheitlichen und naturheilkundlichen Therapieansatz.

Verwandte Themen

Die Wechselwirkung zwischen Antibiotika und der mitochondrialen Funktion – Minocyclin und Gyrasehemmer.

Mitochondriale Dysfunktionen werden zunehmend erforscht. Bis Sie in den Leitlinien ankommen, wird es noch Jahre dauern. Dennoch lassen sich diese Erkenntnisse schon jetzt für die personalisierte Individualmedizin nutzen, um vorausschauend Schäden zu vermeiden oder zu versuchen die Schäden zu korrigieren.Der Schwerpunkt des Artikels liegt auf dem Antibiotikum Minocyclin und der Gruppe der Gyrasehemmer und Fluorchinolone, also den Antibiotika wie Ciprofloxacin, Moxifloxacin, Levofloxacin, Oxacillin, Norfloxacin, Enoxacin.Untersuchungen zur mitochondrialen Funktionalität können am Institut MMD, das der Otto von Guericke-Universität angeliedert ist, durchgeführt werden. Wissenschaftlich verantwortlich für diese Untersuchungen ist Frau Prof. Dr. B. König.

mehr lesen

Der Rantes-Wert CLL-5 und die Effektivität von CD-8-T-Lymphozyten auf Tumorzellen hängen eng miteinander zusammen.

Rantes-Wert, Regulated and normal T-Zell expressed and secreted CCL-5. Unter diesen Begriffen kann man zu dieser Thematik recherchieren. Kritiker führen an, dass Prof. Lechner und Dr. von Baehr die nahezu einzigen Autoren seien, die zum Rantes-Wert publizieren und dieses Wissen daher als nicht relevant einstufen. Diesen Kritikern muss man dann aber vorwerfen, dass Sie wohl nicht unter den Synonymen recherchiert haben und sich daher etwas zu weit aus dem Fenster hängen.RANTES = Regulated and normal T-Zell expressed and secreted CCL-5; ein Zytokin.Dieser Artikel erfordert etwas Konzentration, aber die Essentials sind sehr gut aufgearbeitet und jeder sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen, denn fast jeder ist auch davon betroffen! Eine Auflistung einer Literaturrecherche zu Rantes und anderen Erkrankungen finden Sie in dem verlinkten Artikel von Dres. Lechner und v. Baehr. Die Allergie zeigte in 2017 9500 Veröffentlichungen, die Beziehung zu Krebs-Reviews 9410 und zu Rheuma und Gelenkentzündung 7310 Veröffentlichungen. Also kein unwichtiges Thema!

mehr lesen

Antientzündliche Mittel sollten mit Antdepressiva kombiniert werden – Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien.

Die konventionellen Antidepressiva nehmen sich die Neurotransmitter als Angriffspunkt vor und wollen erreichen, dass diese länger an der Nervenverbindung, der Synpse, verbleiben und wirken. Eine anhaltende Remission der schweren Depression wird keineswegs regelmäßig erreicht. In China ging man der Frage sinnvoller Therapieansätze mit einer Metaanalyse randomiserter kontrollierter Studien nach.

mehr lesen