Colitis ulcerosa, Erweiterung therapeutischer Maßnahmen mit Phosphatidylcholin

Bei der Colitis ulcerosa scheint ein Paradigmenwechsel eingeleitet zu werden. Man weiss um die eingeschränkte Darm-Blut-Barriere an den entzündeten Stellen. Dort liegt neben dem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom, welches das Auftreten von Nahrungsmittelunverträglichkeiten fördert, auch eine Fehlbesiedlung vor. Die Erweiterung des therapeutischen Maßnahmenkatalogs soll jetzt mit Phosphatidylcholin erreicht werden. Eine als Pilotstudie konzepierte Dosisfindungsstudie hat Krankheitsverbesserungen um ein Drittel gefunden, wenn man bis zu 3,2 g Phosphatidylcholin/Tag eingenommen hatte. Colitis ulcerosa ist aber eine Erkrankung des Dickdarms und Phosphatidylcholin wird im Dünndarm nahezu komplett resorbiert. Daher greifen solche Maßnahmen, wie Sojalecithin zu essen, nur bei Beschwerden des M. Crohn und dass auch nur in den oberen Verdauungsabschnitten. Interessant wäre also eine Studie, die die Substanz so anbietet, dass die Wirkung im Dickdarm greift. Ich werde beobachten, ob so eine Studie angeboten wird und dann darauf hinweisen. Wer das nicht verpassen möchte, kann sich in den Newsletter eintragen oder mir eine Email schicken, so dass ich die Emailadresse für diese Information speichere.

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