Blei ist für 20% aller Todesfälle verantwortlich – Schwermetallbelastung – versus Vergiftung bekommt ein ganz neues Gewicht. Verantwortliche Chelattherapien werden wissenschaftlich untermauert.

Bisherige Grenzwerte müssen angesichts dieser Studienergebnisse völlig neu bewertet und angepasst werden, denn gerade in den geringen Belastungen zeichnet sich der Risikoanstieg der Erkrankungen besonders stark ab, während er in den oberen Bereichen eher eine flache Rsikoanstiegskurve zeigt, bis es dann zur toxischen und lebensbedrohenden Einzeldosis kommt. Der Begriff der Schwermetallbelastung hat zwar schon eine ICD-10-Ziffer, wird aber in den Augen der Krankenkassen als eine nicht notwendig zu behandelnde Erkenntnis angesehen. Unter dem Begriff der Vorsorge wird es als nicht notwendig zu erfassen betrachtet. Diese wissenschaftliche Grundlage neuer Studienergebnisse zwingt eigentlich jeden dazu, dieses Thema neu zu überdenken. Gerade Menschen mit genetisch eingeschränkter Entgiftungsfunktion sind besonders gefährdet, denn die statistisch größte Erkrankungs- und Sterberate liegt in der Gruppe der unter 50-Jährigen. Daher sollte man im Wissen um sein Risiko und das seiner Kinder seinen Lifestyle und seine Berufswahl an das individuelle Risiko anpassen. Unter diesem Aspekt ist eine Investition in die Analytik der Entgiftungsgenetik und -funktionalität sinnvoll angelegtes Geld.

Blei – nicht nur aus Wasserleitungen, auch aus Kaffeemaschinen – Metallausleitung – Chelattherapie

Die Aufnahme von Schwer- und Übergangsmetallen über die Lebenszeit ist mit der Entstehung vieler Krankheiten vergesellscchaftet. Das kann am Verbrauch von Cystein und nachfolgend schlechterer Entgiftung, blockierter Mitochoondrienfunktion oder Verdrängung anderer Metalle wie Zink, Magnesium, Calcium etc. liegen. Akutvergiftungen sind extrem selten. Aufgrund genetischer Bedingungen kann der eine die Metalle einfacher und der andere schwieriger ausscheiden. In den Fällen, in denen man in der Ausleitung zunächst nichts oder wenig findet, liegt die größte Gefährdung vor, weil hier vermehrt eingelagert wird.

Herzschutz durch Chelattherapie bisher nur bei Diabetikern nachgewiesen, 40 – 50%-Risikoreduktion

Der Schutz des Herzens durch die Chelattherapie mit NaEDTA lässt sich in der TACT-Studie mit 40 % Reduktion der Gesamtsterblichkeit der Diabetiker, 40 % Reduktion des Auftretens eines erneuten Herzinfarktes bei den Diabetikern und sogar 50 % Reduktion der Sterberate der mit der Chelattherapie behandelten Patienten im Verhältnis zur Gesamtpopulation des gleichen Alters, Geschlechts und gleicher Region nachweisen. (Mortalität) Quelle: Circulation: Cardiovascular and Quality Outcomes 2013

Chelattherapie plus Ergänzung eines Orchesters von Mikronährstoffen ist bei Atherosklerose der Herzkranzgefäße erstaunlich wirksam

so etwa titelt Springermedizin online die Zusammenfassung des Multivitaminarms der TACT-Studie, also der Chelattherapiestudie bei KHK (Herzkranzgefäßerkrankung) bei der Jahrestagung des American College of Cardiology. Ich achte von Anfang an auf den Ausgleich eines Vitalstoffmangels bei der Chelattherapie und verlange von meinen Patienten, dass sie sich zwischen den Therapien mit einem guten Vitalstoffpräparat versorgen. Bei Unsicherheiten stehe ich hier gerne beratent zur Seite.Nachdem die Chelattherapie in der Vergangenheit verteufelt wurde, weil man damit ja einen Nierenschaden auslösen könne, müsste die Schulmedizin nunmehr eigentlich eine Kehrtwende einlegen, uns Chelattherapeuten rehablitieren und diese Therapie in die Leitlinie mit aufnehmen! Ich möchte an dieser Stelle noch einmal daran erinnern, dass man bei einer Tumorerkrankung ebenfalls nach Schwermetallen schauen sollte und zwar im Gewebe als auch im Sammelurin bei Chelierung. Bei vorsichtiger Chelierung kann man die glomeruläre Filtrationsleistung der Niere übrigens verbessern und zwar sowohl mit der Berechnung auf Cystatin-C- wie auch auf Kreatininbasis. Das wird aber auch mit der Oxyvenierung erreicht.

Chelattherapie mit EDTA – Ergebnisse einer amerikanischen Langzeitstudie bei Herzinfarkt

Erstmals wurde eine Multicenterstudie an 134 Studienzentren in USA und Kanada mit der EDTA-Chelation an insgesamt 1708 Patienten mit Z.n. Herzinfarkt gegenüber Placebobehandlung durchgeführt. Die Studie lief von 2002 bis 2011. Die Probanden bekamen wöchentlich 1 Infusion und in der Summe 40 Infusionen; die Nachbeobachtung der Patienten erstreckte sich über 55 Monate. Am besten profitieren Patienten mit Vorderwandinfarkt und der Begleiterkrankung Diabetes mellitus. Ob eine Fortführung der Therapie in Kurzyklen noch bessere Ergebnisse gebracht hätte, wurde nicht getestet.